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Wermelskirchen
Es wird höchste Zeit für den Reifenwechsel

Wermelskirchen: Es wird höchste Zeit für den Reifenwechsel
Wer im Pkw immer noch auf Sommerreifen fährt, sollte möglichst bald die Winterreifen aufziehen. FOTO: pixabay
Wermelskirchen. Wenn es draußen kälter, nasser und abends früher dunkel wird, ist es wieder soweit: Der Herbst ist da. Mit ihm kommen Regen, Laub und schlechtere Straßenverhältnisse. Da stellt sich die Frage: Wann ist der richtige Zeitpunkt für den Reifenwechsel? Von Johanna Schumacher

"Früher wurde immer gesagt von O bis O", heißt es bei der Firma Schönefeld & Weber an der Industriestraße. Die Winterreifen sollten also von Oktober bis Ostern aufgezogen sein. Das sei wichtig, da es etwa ab November zu Schneefall kommen könnte, sagt eine Mitarbeiterin. Wer bei Schnee oder Matsch mit Sommerreifen unterwegs ist und möglicherweise Unfälle zu verantworten hat, muss mit Konsequenzen rechnen. So ist die Rechtssprechung.

Allerdings ist es im Moment schwierig, einen Termin für den Reifenwechsel zu bekommen. "Wir haben momentan eine Vorlaufszeit von etwa eineinhalb Wochen", heißt es bei Schönefeld & Weber. Danach dürfte der Andrang aber wieder zurückgehen.

Auch bei Reifen Schmitz an der Remscheider Straße ist der Ansturm noch groß. "Wir sind noch voll dabei", sagt Wera Schmitz. "Praktisch der ganze Oktober war voll, aber wer rechtzeitig einen Termin macht, bei dem klappt's."

Der beste Zeitpunkt zum Wechseln wäre allerdings vor einigen Wochen gewesen. Zum einen, weil dann noch mehr Termine zur Verfügung standen, zum anderen, weil die Witterung dies gebiete. "Für diese Jahreszeit sind Winterreifen auch ohne Schnee geeignet. Schließlich können die Straßen auch durch Laub sehr glitschig werden", erklärt Schmitz. Ausschlaggebend seien die niedrigen Außentemperaturen, da sie das Fahrverhalten stark beeinflussen. "Ab sieben Grad und darunter ist ein Winterreifen besser geeignet als ein Sommerreifen", erklärt Schmitz. Das hänge damit zusammen, dass Sommerreifen bei niedrigen Temperaturen zu hart werden und damit nicht mehr richtig auf der Straße greifen.

Um möglichst sicher unterwegs zu sein, sollte auch mit Winterreifen vorsichtig gefahren werden, da auch die anfangs noch rutschig sein können. Das lege sich aber, wenn nach etwa 50 Kilometern die Beschichtung abgefahren ist. Bei Schönefeld & Weber wird empfohlen, besonders auf die Profiltiefe der Reifen zu achten. Zwar ist bei Winterreifen laut Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung eine Profiltiefe bis zu 1,6 Millimetern zugelassen, jedoch ist gerade Vielfahrern zu empfehlen, die Reifen schon bei einer Tiefe von 4,4 Millimetern auszutauschen.

Auch bei A&S Reifentechnik an der Friedrichstraße wird empfohlen, die Reifen vor dem Aufziehen auf ihrem Zustand zu kontrollieren. "Für gewöhnlich kann man die Winterreifen etwa fünf Jahre fahren", sagt Susanne Burghoff. "Danach härten sie aus und werden porös." Allerdings sei die Haltbarkeit auch davon abhängig, wie viel die Reifen zum Einsatz kämen. Wer besonders viel fahre, muss vielleicht schon früher neue kaufen.

Ein vorzeitiger Verschleiß könne auch durch die falsche Lagerung entstehen. Wer seine Reifen zu Hause lagern möchte, sollte unbedingt darauf achten, dass sie dunkel, trocken und liegend untergebracht sind. "Man kann auch ruhig vier Reifen übereinanderstapeln", sagt Burghoff.

Wichtig sei vor allem, dass sie nicht in den Reifenhüllen aufbewahrt würden, da sie ohne Luft austrocknen. Autofahrer sollten ihre Händler fragen, ob sie nicht lagern können, lautet eine Empfehlung.

Quelle: RP
 
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