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Wermelskirchen
Hybridbusse und Wasserstoff-Tankstellen geplant

Wermelskirchen. Kreis und RVK kämpfen für bessere Luftqualität/Neue Antriebstechnologie für Flotte / Tankstation in Wermelskirchen

Dieselverbote? Braunkohle-Ausstieg? Während die Politiker in Berlin und Brüssel heftig über Klimapolitik diskutieren, könnten hiesige ÖPNV-Nutzer bald klimafreundlicher unterwegs sein: Im Laufe des nächsten Jahres wird für die ÖPNV-Nutzer im Kreis eine wegweisende Veränderung vorbereitet: Die Regionalverkehr Köln GmbH (RVK) möchte zum Jahresende 2018 in einem ersten Schritt 15 Brennstoffzellen-Hybridbusse im Rheinisch-Bergischen Kreis einsetzen und somit ein Drittel ihrer Busflotte emissionsfrei fahren lassen.

Insgesamt wird die RVK, nach erfolgter Zustimmung ihrer jeweiligen Eigentümer, hier etwa durch den Kreistag, 30 Brennstoffzellen-Hybridbusse anschaffen und mehrere Wasserstoff-Tankstellen errichten - eine davon in Wermelskirchen auf dem Gelände der RVK. Vorerst 15 Busse sollen durch den Rheinisch-Bergischen Kreis rollen. Insgesamt erhält die RVK eine Förderung von insgesamt 13 Millionen Euro von Bund und EU. Mit der Inbetriebnahme der neuen Busse wird das Unternehmen bereits ab 2019 über eine der größten emissionsfreien Busflotten Europas verfügen. Für weitere 15 Fahrzeuge soll die bereits bestehende Förderoption von EU und Bund wahrgenommen werden, damit diese ebenfalls in 2019 in Alltags-Betrieb gehen können, teilt die RVK mit. "Mit diesen Förderungen und der Zustimmung unserer Eigentümer gehen wir den bereits 2011 eingeschlagenen Weg eines nachhaltigen ÖPNV konsequent weiter. Damit sind wir dem Ziel unseres Projektes 'Null Emission', im Zuge dessen wir sobald wie möglich einen vollkommen emissionsfreien Nahverkehr anstreben, einen sehr großen Schritt näher gekommen", sagt RVK-Geschäftsführer Eugen Puderbach.

Thorsten Schmalt, Mitglied des Kreistages und Vertreter des Rheinisch-Bergischen Kreises im Aufsichtsrat der RVK, befürwortet diese Entwicklung nachdrücklich: "Sowohl für den Aufsichtsrat der RVK, als auch für den Rheinisch-Bergischen Kreis ist diese innovative und klar strukturierte Vorgehensweise eine hervorragende Investition, sowohl in die Zukunft des Kreises als auch in die der RVK als kommunales Unternehmen. Ganz besonders freut mich, dass diese Entwicklung hin zu einer deutlichen Verbesserung des Klimaschutzes und der Luftqualität im Kreis, in Wermelskirchen, also direkt vor meiner Haustür, ihren Ausgang nimmt."

Die RVK ist für ihre Rolle im Klima- und Umweltschutz, besonders auf dem Gebiet des Einsatzes der klimaneutralen Brennstoffzellen-Technologie sowie wegen ihres betrieblichen Umweltmanagements bekannt. Schon 2011 setzte das Unternehmen zwei Bus-Prototypen mit der Brennstoffzellen-Technologie im Linienverkehr ein und sammelte hierbei wertvolle Erfahrungen. In den Unternehmensgrundsätzen hat die RVK das Projekt "Null Emission" verankert. Ziel ist neben der Umstellung der gesamten Busflotte auch die Umstellung der Dienstwagenflotte auf Fahrzeuge mit umweltfreundlichen Antrieben. Spätestens ab 2030 beabsichtigt die RVK, nur emissionsfreie Busse zu beschaffen, der Pkw-Fuhrpark soll deutlich früher nur noch aus klimaneutralen Fahrzeugen bestehen.

(pd)
 
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