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Wermelskirchen
Pläne für Schnellbus nach Köln werden konkreter

Wermelskirchen. Die Ratsmehrheit von CDU, Bürgerforum und Grüne hat der Einrichtung einer Schnellbuslinie Richtung Leverkusen für eine bessere Anbindung an Köln in ihrem gemeinsamen Maßnahmenkatalog für Wermelskirchen eine hohe Priorität eingeräumt. Und sie scheint der Realisierung dieses Vorhabens einen Schritt näher gekommen zu sein.

Der Verkehrsausschuss des Rheinisch-Bergischen Kreises hat einstimmig beschlossen, die Infrastrukturkosten für die Schnellbuslinien von Wermelskirchen und Burscheid nach Leverkusen sowie von Wermelskirchen zum Haltepunkt Remscheid-Güldenwerth mit der Priorität 1 zu bewerten. Das berichtet Gerhard Zorn, Fraktionsvorsitzender der SPD im Kreistag.

Der Verkehrsausschuss des Kreises hat sich mit den Vorschlägen aus dem Kreisgebiet zum ÖPNV-Bedarfsplan auseinandergesetzt. Dieser wird vom Land NRW aufgestellt und ist Grundlage für die Finanzierung von Investitionen bis zum Jahr 2030 im Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs, etwa Ausgaben für Bus, Straßenbahn und Infrastruktur wie P+R-Parkplätze. Die Mittel, die für diesen ÖPNV-Bedarfsplan zur Verfügung stehen, sind allerdings begrenzt. Daher müssen die vielen Vorschläge aus den kreisangehörigen Kommunen bewertet und nach Priorität in eine Reihenfolge gebracht werden.

Für Wermelskirchen ist es ein gutes Signal, dass die Pläne für eine Schnellbuslinie mit der höchsten Priorität bewertet worden sind. Denn aufgrund dieser Prioritätenliste wird letztlich entschieden, welche Vorhaben in die Tat umgesetzt werden. Ein Schnellbus würde die Verbindung nach Leverkusen zum künftigen Rhein-Ruhr-Express und nach Köln wesentlich verkürzen.

"Das würde Wermelskirchen als Wohnort wesentlich attraktiver machen, wenn der Arbeits- oder Studienplatz nicht mehr wie heute in zwei Stunden, sondern deutlich schneller erreichbar wäre", sagt der Wermelskirchener CDU-Chef Christian Klicki. Wann die Schnellbus-Pläne in die Tat umgesetzt werden können, ist laut Klicki zurzeit noch nicht klar. "Es müssen bald Gespräche mit potenziellen Anbietern einer solchen Linie geführt werden." Realistisch sei, dass es zwei bis drei Jahre dauern könnte, bis eine solche Linie an den Start gehe. "Wir hoffen, dass die Pläne schnellstmöglich umgesetzt werden", sagt Klicki.

(ser)
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