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Wermelskirchen
Umsatz-Einbruch beim WiW - 120.000 Zählscheine weniger

Wermelskirchen. Das Glück können Kunden noch bis Samstag herausfordern, weil sie bei ihrem Einkauf in vielen Wermelskirchener Geschäften Zählscheine erhalten. Die vorweihnachtliche Aktion des Stadtmarketing-Vereins WiW scheint wieder ein großer Erfolg zu werden, die endgültigen Zahlen lagen gestern zwar noch nicht vor, WiW-Vorsitzender Dankmar Stolz zeigt sich aber bereits mit der Resonanz zufrieden. Von Solveig Pudelski

Rund 533.000 Zählscheine wurden bis gestern Mittag an die Händler verkauft, etwa zehn bis 15 Prozent weniger als im Vorjahr. "Die Zählschein-Aktion bleibt das beste Mittel der Kaufkraftbindung", sagt Stolz. Im nächsten Jahr soll die Aktion wieder laufen.

Die Zählscheine sind Lose, die die Händler beim Verein WiW kaufen und dann an ihre Kunden als Geschenk weitergeben - je einen pro fünf Euro Umsatz. Zu gewinnen gibt es Preise, die teilweise auch gesponsort werden. Im vorigen Jahr gab es ein Auto als Hauptgewinn, diesmal locken zehn attraktive Hauptgewinne.

Den Rückgang beim Zählscheinverkauf führt Dankmar Stolz nicht darauf zurück, dass es kein Auto mehr als Hauptgewinn gibt. Denn viele Kunden lobten sogar, dass es zehn "gut brauchbare Hauptgewinne" gibt und insgesamt mehr Gewinnchancen. Stolz: "Das Auto hatten die Gewinner in den Vorjahren immer unter Neuwert verkauft."

Die Ursache für den "leichten" Einbruch (Stolz) beim Losverkauf sieht der Vorsitzende eher in einem geänderten Kaufverhalten. "Etliche bestellen die Weihnachtsgeschenke im Internet." Hinzu kam, dass das Schneegestöber am verkaufoffenen Sonntag am zweiten Advent viele, vor allem auswärtige Kunden von einem Bummel und einem Geschenke-Shopping in Wermelskirchen abhielt. "Das war einfach Pech." Und außerdem sei die Adventszeit - und damit die Zeitspanne für die Zählscheinausgabe - in diesem Jahr sehr kurz, weil der vierte Advent auf Heiligabend fällt.

An der Zählschein-Aktion wolle WiW festhalten. Sie führe eindeutig zu einer Attraktivitätssteigerung Wermelskirchen als Einkaufsstadt und kurbele nach wie vor das Weihnachtsgeschäft an. Viele Kunden fragten bei ihrem Einkauf gezielt nach den Zählscheinen - sie erwarten somit dieses Extra-Bonbon in der Adventszeit. Die Zählscheinbilanz ist ein guter Gradmesser, wie das Weihnachtsgeschäft gelaufen ist. 533.000 Zählscheine entsprechen 2,66 Millionen Euro Umsatz.

Nicht alle Geschäfte beteiligen sich, in diesem Jahr ist der Obi-Markt am Biberweg abgesprungen. Es kamen aber auch neue Teilnehmer hinzu, darunter auch Händler in dem Hüttendorf "Bergische Weihnachten". Für den Marketingverein ist die Aktion eine gute Einnahmequelle, "wir machen ein Plus und können nicht somit unsere Weihnachtsbeleuchtung finanzieren". Auch Preise werden aus den Einnahmen finanziert.

Quelle: RP
 
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