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Wermelskirchen
Zahl der jungen Komasäufer geht immer weiter zurück

Wermelskirchen: Zahl der jungen Komasäufer geht immer weiter zurück
Der Trend geht weg vom Alkohol bei Jugendlichen. FOTO: BM-Archivfoto
Wermelskirchen. In der Wermelskirchener Innenstadt ist das Konsumieren von Alkohol, anders als beispielsweise in Hückeswagen, nicht verboten. Auch Jugendliche dürfen alkoholische Getränke zu sich nehmen. Von S. Bergmann und M. Eickhorn

Bei regelmäßigen Kontrollen an Rosenmontag und Matinee geben Stadtjugendreferenten, Polizisten und Mitarbeiter des Ordnungsamtes Acht, dass junge Erwachsene nicht gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen. Die Zahl der Jugendlichen, die wegen übermäßigen Alkoholkonsums in einer Klinik behandelt werden müssen, ist auch aufgrund dieser Maßnahmen in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Damit bestätigt die Stadt einen landesweiten Trend.

Nach Informationen der gesetzlichen Krankenversicherung DAK-Gesundheit wurden 2014 in Nordrhein-Westfalen 5122 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung in ein Krankenhaus gebracht. Bislang unveröffentlichten Zahlen des Statistischen Landesamts (it.nrw) zufolge sank die Zahl der Betroffenen im Vergleich zu 2013 damit um 2,8 Prozent. Dabei war die Zahl der männlichen Komasäufer im Alter zwischen zehn und 20 Jahren mit 2928 deutlich höher als die bei den Mädchen (2194). Einzig bei den zehn bis 15-Jährigen in NRW gab es keinen Rückgang: Hier waren es zwölf Betroffene mehr als im Jahr zuvor.

Verstoßen junge Wermelskirchener gegen das Jugendschutzgesetz und werden erwischt, "gibt es keine Toleranzgrenze", berichtet der Verwaltungsdirektor und Hauptamtsleiter Jürgen Scholz. "In jedem Fall muss das alkoholische Getränk weggekippt werden." Bei extremen Verstößen, beispielsweise einem Alkoholkonsum von unter 15-Jährigen oder einem Hartalkoholkonsum von unter 18-Jährigen, werden die Eltern schriftlich benachrichtigt. Sie bekommen außerdem Informationen über das Beratungsangebot des Jugendamtes.

Sollten Jugendliche bereits stark alkoholisiert sein, werden die Eltern auch sofort per Telefon benachrichtigt und gebeten, den Nachwuchs an einem vereinbarten Treffpunkt abzuholen.

Quelle: RP
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