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Niederrhein
A40: Probleme für Retter und ÖPNV

Niederrhein: A40: Probleme für Retter und ÖPNV
Die Rettungswagen des Roten Kreuzes haben Probleme, wenn sie Spezialkliniken auf der rechten Rheinseite anfahren müssen. FOTO: Pixabay
Niederrhein. Das hohe Verkehrsaufkommen in Duisburg stellt Feuerwehr, Rettungsdienst und Verkehrsbetriebe vor Probleme. Vor allem die Anfahrt von Spezialkliniken ist kompliziert. Die Polizei versichert, überall und jederzeit einsatzbereit zu sein. Von Tim Harpers

Die gesperrte A40-Brücke stellt die Menschen in der Stadt auch abseits des Pkw-Berufsverkehrs vor große Herausforderungen. So war zum Beispiel gestern Vormittag die Regionalbahn der Linie RB31 in Fahrtrichtung Duisburg so überfüllt, dass in Rumeln niemand mehr zusteigen konnte. Die hohe Auslastung der Züge hat ihre Ursache unter anderem im eingeschränkten Busverkehr zwischen Moers und Duisburg. Angesichts der angespannten Verkehrslage lässt die Niag ihre Busverbindungen nach Duisburg vorzeitig enden und weist ihre Fahrgäste auf die Möglichkeit zur Weiterreise mit besagter RB 31 hin. Die Nordwestbahn hat inzwischen angekündigt, in den kommenden Tagen besonders lange Züge auf der Strecke einsetzen zu wollen, um für Entlastung zu sorgen.

Dass die Lage angespannt ist, verdeutlichen auch die Zahlen der Duisburger Verkehrsgesellschaft. In den vergangenen Tagen sind offensichtlich viele Berufspendler vom Auto auf öffentliche Verkehrsmittel umgestiegen. Wie DVG-Sprecher Felix zur Nieden gestern unsere Redaktion mitteilte, verzeichnen die Verkehrsbetriebe seit der Sperrung auf bestimmten Strecken ein erhöhtes Fahrgastaufkommen. "In der 901 von Ruhrort zum Beispiel, ist es merklich voller als üblich", sagte zur Nieden. "Von Überfüllung und großen Verspätungen kann aber noch keine Rede sein." Das könne sich aber ändern, werde die Sperrung über die Ferien hinaus aufrechterhalten. Auf den eingerichteten Umleitungen der Buslinien, die den Rhein queren, komme es wegen des hohen Verkehrsaufkommens zu den Stoßzeiten schon jetzt regelmäßig zu Verzögerungen. "Mal sind es 15 Minuten, mal 30, manchmal auch mehr."

Neben Pendlern, DVG und Niag haben auch die Feuerwehr, die Polizei und die Rettungsdienste mit überfüllten Straßen zu kämpfen. "Die Sperrung betrifft viele meiner Kollegen", sagte Polizeisprecherin Stefanie Bersin. "Wir haben die Arbeitszeiten für die Kollegen im Präsidium angepasst, die nicht im Schichtdienst tätig sind." Die Einsatzbereitschaft der Polizei sei allerdings nicht beeinträchtigt. "Wir haben unsere Möglichkeiten mit Blaulicht und Sirene", sagte Bersin. "Die Bürger müssen sich keine Sorgen machen. Wir sind auf jeder Seite des Rheins zu jeder Zeit zur Stelle."

Beim Deutschen Roten Kreuz (DRK), das in Teilen des Duisburger Westens die Aufgaben des kommunalen Rettungsdienstes wahrnimmt, führt die angespannte Verkehrslage dagegen zu größeren Problemen. "Vor allem wenn wir aus dem Westen Fachkliniken auf der anderen Rheinseite anfahren müssen", erläutert Pascal Thurau, Bereichsleiter Aus- und Fortbildung beim Roten Kreuz, die Lage. "Bei neuronalen Geschichten wie Schlaganfällen müssen wir häufig über die Brücke der Solidarität, um die Sana-Kliniken zu erreichen. Und wenn die Brücke verstopft ist, kann uns das wichtige Zeit kosten."

Die Duisburger Berufsfeuerwehr hat bereits reagieren müssen, um die Einsatzbereitschaft zu gewährleisten. "Wir haben die Alarmierung für die Wachen der Berufsfeuerwehr sowie für die Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr den Umständen angepasst", sagte Feuerwehr-Chef Oliver Tittmann. Dies bedeute eine frühzeitige zusätzliche Alarmierung der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatzfall und einen größeren Personaleinsatz bei den Berufskräften. Darüber hinaus werde bei großen Schadenslagen sofort weitere Hilfe aus Nachbarstädten angefordert. Um Verzögerungen zu verhindern, sei zudem ein zusätzlicher Führungsdienst für das westliche Stadtgebiet im Einsatz, der Koordinationsaufgaben wahrnehme.

Quelle: RP
 
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