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Schermbeck
Gagu hilft Waisen in Sierra Leone

Schermbeck. Die Zwergenhilfe engagiert sich in Afrika. Im Mittelpunkt steht eine Wette.

Mit einem Händedruck folgten Bürgermeister Mike Rexforth und Gudrun Gerwien als Sprecherin der Schermbecker Gagu-Zwergenhilfe auf dem Rathausplatz der Aufforderung von Leon Horstmann. Es geht um eine Wette, mit der ein Hilfsprojekt des Vereins in Sierra Leone verwirklicht werden soll.

Die Gagus wetten, dass es dem Bürgermeister innerhalb eines Jahres nicht gelingt, 50.000 Euro zu sammeln. Rexforth hingegen ist davon überzeugt, dass er mit Unterstützung von rund 14.000 Schermbecker Bürgern das Geld zusammenbekommt und vielleicht sogar noch ein größerer Gesamtbetrag entsteht. Wenn jeder Schermbecker nur 3,50 Euro spenden würde, hätte man den Betrag schon zusammen, so Rexforth. Inzwischen wurde ein Sonderkonto bei der Volksbank Schermbeck eingerichtet. Wer seine Spende auf das Konto 777 777 907 überweist, sollte als Verwendungszweck "Wette" angeben. Auf Wunsch wird eine Spendenquittung erstellt. Dies sollte ebenfalls auf der Überweisung vermerkt werden.

Verliert der Bürgermeister die Wette, wird er beim Fest "Schöne alte Weihnachtszeit" im Dezember 2016 einen Tag lang mit seiner Familie versuchen müssen, das fehlende Geld zu erwirtschaften. Verlieren die Gagus wollen sie am 31. Dezember 2016 eine große Silvesterparty auf dem Rathausvorplatz organisieren.

Mit einem Dankeschön an die Wettpartner begann Umaru Jah, der Botschafter des afrikanischen Staates Sierra Leone, seine Rede. Er war extra aus Berlin angereist. Im Mittelpunkt seines Vortrags standen die Auswirkungen der Ebola-Epidemie des Jahres 2014, in deren Verlauf viele Menschen starben und das ohnedies gebeutelte Volk in seiner wirtschaftlichen Entwicklung noch einmal zurückgeworfen worden sei. Botschafter Jah skizzierte die Situation von Waisenkindern. Er freute sich sehr, dass das neue Projekt der Gagu-Zwergenhilfe diesen jungen Menschen gewidmet ist. Der Verein möchte ein paar Dutzend Waisenkindern eine neue Heimat geben. In Sierra Leone soll eine Siedlung mit zehn kleinen Häusern errichtet werden. Die Kosten für ein solches Haus betragen etwa 15.000 Euro.

Der Auftakt zu dem Projekt war am Samstag mit einem Fest verbunden, dessen Erlös die ersten Euros in die Wettkasse spülte. Ein dicker Batzen dürfte auch durch eine Versteigerung zusammenkommen. Als Sammler von Gitarren hat sich Bürgermeister Rexforth während eines Konzertes Autogramme von den Musikern Herbert Grönemeyer und Joobs Holland auf dem Instrument gesichert. Diese Gitarre übergab Rexforth am Samstag den Gagus zur Versteigerung.

(hs)
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