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Kreis Wesel
Keine weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen angekündigt

Kreis Wesel: Keine weiteren Zuweisungen von Flüchtlingen angekündigt
Aus der Hogenbuschhalle in Mehrhoog wurden die Flüchtlinge bereits ausquartiert und auf reguläre Unterbringungen verteilt. FOTO: Heinz Kunkel
Kreis Wesel. Planen? "Das ist derzeit nicht ganz einfach", sagt Jürgen Palberg von der Stadt Hamminkeln. Wie viele Zuweisungen von Flüchtlingen es in den kommenden Monaten geben werde, sei nur schwer einzuschätzen. In Wesel, Schermbeck und Hünxe sieht es nicht anders aus. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Die Balkanroute, die der Großteil der Flüchtlinge nutzte, ist dicht. "Es kommt einfach kaum wer bis Deutschland durch", sagt Palberg. Für die Kommunen ist also erst einmal Abwarten angesagt.

"Derzeit leben 659 zugewiesene Flüchtlinge in Hamminkeln, wir haben ursprünglich mal mit 1400 am Ende des Jahres kalkuliert", sagt Palberg. "Um eine Zahl zu haben, mit der wir planen können, weichen wir davon auch zunächst einmal nicht ab." Unterbringungsmöglichkeiten für zusätzliche Flüchtlinge gebe es derzeit noch viele.

Auch in Wesel ist es in der Flüchtlingssituation ruhiger geworden. Aktuell leben nach Angaben von Hans-Joachim Zache von der Stadtverwaltung 468 Menschen in der Stadt, die Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten. "Nach Auflösung der beiden Notunterkünfte am Lippeglacis und an der Trappstraße hätten wir eigentlich wieder mehr Zuweisungen bekommen sollen", sagt Zache. "Bisher kommt aber nichts."

Ähnlich sieht es in Schermbeck aus, wo aktuell 298 Asylbewerber, darunter einige bereits anerkannte, leben. "Neuankömmlinge haben wir in den vergangenen Wochen nur über Geburten oder Familienzusamenführungen bekommen." Auch in Schermbeck ist aktuell nur Abwarten angesagt. "Falls neue Flüchtlinge ankommen, haben wir aber in allen Übergangsheimen noch Platz."

322 Asylbewerber zählt die Gemeinde Hünxe aktuell. "Seit Februar ist aber niemand mehr neu dazu gekommen", sagt Antje Geßmann von der Gemeindeverwaltung. "Wir warten täglich auf neue Zuweisungen. Die sollen aber mit 14 Tagen Vorlauf erfolgen, also bleibt es wohl auch in den nächsten zwei Wochen ruhig."

(gasch)
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