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Himmel & Erde
Pfingsten: rausgehen, hinsehen und zuhören

Himmel & Erde: Pfingsten: rausgehen, hinsehen und zuhören
FOTO: Malz, Ekkehart (ema)
Wesel. Pfingsten erinnert uns daran, mutig zu sein, nicht zu verzagen, Menschen wieder richtig zuzuhören. Es erinnert uns daran, genau hinzuschauen - und dann zu verändern, wozu uns Gott durch seinen Geist Kraft und Entschlossenheit schenkt.

Als das erste Pfingstfest der Geschichte die Stadt Jerusalem erschütterte, ernteten die feiernden Christen eine Mischung aus Ratlosigkeit und Entsetzen. Niemand konnte sich erklären, was da nun in einen Teil der Bevölkerung gefahren sei. Bisher eher unauffällige Händler, Handwerker, Fischer und Landwirte brachen in einen derartigen Jubel aus, dass einem als unbeteiligter Zuschauer schon angst und bange werden konnte. Andere wiederum hatten sich ihre Antwort auf das Durcheinander von Sprachen, Gebeten und Liedern bereits zurechtgelegt: "Sie sind betrunken".

Pfingsten ist in der Tat ein merkwürdiges Fest. Nicht greif- und begreifbar, aber ohne Pfingsten und die Wirkkraft des Geistes Gottes hätte sich die Bewegung der Jesus-Anhänger nicht rund um den Globus ausbreiten können. Aus ängstlichen, vorsichtigen und zweifelnden Nachfolgern wurden durch das Pfingstfest begeisterte und engagierte Mitarbeiter der guten Nachricht von Jesus Christus.

In diesem Jahr gibt es viele Möglichkeiten, Pfingsten zu feiern. Die Evangelische Kirche im Rheinland feiert ihr zentrales Pfingstfest im Kirchenkreis An der Ruhr in Mülheim. Unter dem Motto "beGeistert 2016 - Weite wirkt" gibt es dort am Pfingstsonntag eine ganz besondere Mischung aus Gottesdienst, Konzerten, Tanz und Spiel.

Gottes Liebe zu uns Menschen ist auch 2000 Jahre nach dem ersten Pfingstfest in unserer Welt immer noch spür- und erlebbar. Trotz der von Menschen in der Vergangenheit und in der Gegenwart verschuldeten Katastrophen hält Gott an uns fest. Seine Liebe will uns anstecken, begeistern, verändern. Nicht ängstlich, sondern mutig sein in diesen Tagen, die uns oft erschrecken.

Am Pfingstmontag dann Ökumene und Kirchenfest auf dem Großen Markt bei uns in Wesel. Unter dem biblischen Motto des Propheten Jeremia "Suchet der Stadt Bestes .... und betet für sie" feiern Christen verschiedener Konfessionen einen Gottesdienst unter freiem Himmel. Im Rahmen des 775-jährigen Jubiläums der Stadt Wesel fragen Christen nach ihrer Verantwortung für Politik und Gesellschaft.

Denn auch das ist Pfingsten: nicht abgeschlossen unter sich bleiben. Rausgehen und Hinsehen. Zuhören, was die Menschen bewegt. Verändern, wozu uns Gott durch seinen Geist Kraft und Entschlossenheit schenkt. Pfingsten beGeistert! Auch in diesem Jahr.

THOMAS BRÖDENFELD

Quelle: RP
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