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Schermbeck
Volksbank ist zufrieden mit 2015

Schermbeck: Volksbank ist zufrieden mit 2015
An der Podiumsdiskussion beteiligten sich Claudia Kleinert, Ralf W. Barkey, Gerhard Hofmann, Rainer Schwarz, Norbert Scholtholt und Wolfgang Krähe (v.l.). FOTO: helmut scheffler
Schermbeck. Die Volksbank Schermbeck zog Bilanz und informierte 118 Vertreter im Begegnungszentrum. Von Helmut Scheffler

Auch wenn man die bis Mitternacht währende Nachfeier im Festzelt auf dem Rathausplatz unberücksichtigt lässt, wird die diesjährige Vertreterversammlung der Volksbank mit ihrer fünfstündigen Dauer wohl als eine der längsten Versammlungen in die Annalen der 125-jährigen Volksbank Schermbeck Einzug halten. Nach der Jubilarehrung leitetet die Fernsehmoderatorin Claudia Kleinert im Begegnungszentrum die Versammlung, an der 118 stimmberechtigte Vertreter ebenso teilnahmen wie ein Großteil der mehr als 70 Mitarbeiter und die Jubilare.

Die Vorstandsmitglieder Rainer Schwarz und Norbert Scholtholt stellten die Entwicklung der Volksbank des vergangenen Geschäftsjahres vor, das unter dem Motto "125 Jahre wir" stand. Das Gesamtkundenvolumen, das ausschließlich jene Geschäfte beinhaltet, die mit den 11.000 Mitgliedern und Kunden gemacht wurden, stieg um 44 Millionen auf 876 Millionen Euro.

360 Millionen Euro an Investitionsmittel wurden für die heimische Wirtschaft und für jene Kunden bereitgestellt, die Immobilien erworben oder saniert haben. Das bedeutete gegenüber 2014 eine Steigerung um 4,4 Prozent. Auf die Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft wurde besonderer Wert gelegt. Hier, so Scholtholt, entstünden schließlich neue Arbeitsplätze. Die Gewinn- und Verlustrechnung ergab einen Überschuss in Höhe von 1,67 Millionen Euro.

"Die Volksbank Schermbeck war erfolgreich unterwegs. Sie hat gut beraten und erfolgreich gewirtschaftet", bescheinigte der Aufsichtsratsvorsitzende Wolfgang Krähe dem Vorstand und den Mitarbeitern. Der Rheinisch-Westfälische Genossenschaftsverband (RWGV) habe seine Zustimmung gegeben. Einstimmig wurde beschlossen, den Jahresüberschuss in Höhe von 1,66 Millionen Euro wie folgt aufzuteilen: 500.000 Euro fließen in die gesetzliche Rücklage, weitere 500.000 Euro in andere Ergebnisrücklagen. Auf die eingezahlten Geschäftsguthaben wird eine sechsprozentige Dividende gezahlt.

Nach der Entlastung der Gremien und der Verteilung des Jahresgewinns standen Wahlen zum Aufsichtsrat auf der Tagessordnung. Der Vorsitzende Wolfgang Krähe wurde ebenso einstimmig im Amt bestätigt wie der stellvertretende Vorsitzende Eduard Kolkmann-Bohms.

Alle vier Jahre werden die Vertreter der Volksbank gewählt. Im Rahmen der nächsten Wahl wird die Zahl der Vertreter von 203 auf 220 erhöht. Der Wahlausschuss tagt am 4. Oktober. Wer einen Vertreter für die neue Wahlperiode benennen möchte, muss das bis 31. August erledigen.

Eine Ehrung stand für Wolfgang Krähe an. Als Vorstandsvorsitzender des Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverbandes überreichte Ralf W. Barkey die goldene Ehrennadel. Krähe gehört dem Aufsichtsrat seit 1981 an. Seit 2001 ist er Vorsitzender dieses Gremiums. Im Rahmen einer Podiumsdiskussion, an der neben Ralf W. Barkey, Rainer Schwarz, Norbert Scholtholt und Wolfgang Krähe auch Gerhard Hofmann als Mitglied des Vorstands des Bundesverbandes der Volksbanken und Raiffeisenbanken teilnahm, durchleuchteten die Teilnehmer unter Leitung der Moderatorin Claudia Kleinert die typische Struktur einer Genossenschaftsbank. Kritisch wurden auch die zunehmende Regulierung der Genossenschaftsbanken und das durch die Europäische Zentralbank verursachte niedrige Zinsniveau bewertet. Man werde, so Schwarz, auch in Schermbeck einen Rückgang der Erträge verzeichnen.

Quelle: RP
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