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Stadt Willich
Die Willcher Verwaltung wird auf Inklusion gecheckt

Stadt Willich. Es ist eine kleinteilige Riesenaufgabe: Ein "Management-Team" der Willicher Verwaltung prüft die Verwaltungsstrukturen und den Umgang der Verwaltungsmitarbeiter mit dem Thema "Demografie und Inklusion". In der gemeinsamen Sitzung von Jugendhilfe- und Sozialausschuss stellte Maike Berner mit ihrer Kollegin Anja Müller-Lambertz das Handlungskonzept für den Geschäftsbereich Jugend und Soziales vor. Von Nadia Joppen

Das Management-Team hat den Geschäftsbereich mit einem "Inklusions-Check" durchleuchtet, der standardmäßig in allen Geschäftsbereichen eingesetzt wird. Kriterien sind: Zugang zu Einrichtungen der Verwaltung und zu Diensten der Verwaltung, Umgang mit Bürgern und Mitarbeitern, Strukturen sowie Umgang mit Ressourcen.

Aus der Analyse hat das Team ein Handlungskonzept mit Empfehlungen erstellt, die in Teilen sehr kleinteilig Einzelaspekte darstellen, aber in der Summe das Leben für die Willicher - und zwar nicht nur für die mit Behinderungen - leichter machen.

Bei den Kindergärten schlägt das Team zum Beispiel eine bessere Beschilderung zu den Kitas oder die Nachrüstung von behindertengerechten Toiletten vor. Die städtischen Kitas Alperhof, Blauland und Pappelallee sowie die im Bau befindliche neue "LOK" sind bereits für eine inklusive Nutzung in vollem Umfang ausgestattet. Den Mitarbeitern sollten therapeutische Zusatzausbildungen ermöglicht werden, oder die Homepage der Stadt sollte Informationen zum Thema Inklusion zu jeder Kita bieten.

Bei den Spielplätzen schlägt das Team vor, in jedem Stadtteil mindestens einen "hinsichtlich Inklusion optimierten Spielplatz" zu haben - für eine entsprechende Umrüstung eigneten sich der Spielplatz im Konrad-Adenauer-Park (Willich), Hochheideweg (Anrath), Arnold-Leenen-Straße (Schiefbahn) und im Neersener Schlosspark. Weitere Verbesserungsvorschläge betreffen die Erreichbarkeit der Erziehungsberatungsstelle zu Fuß oder der digitalen Seite im Internet.

Viel Handlungsbedarf gibt es bei den Jugendfreizeiteinrichtungen, deren Gebäude als "veraltet und nicht barrierefrei" bewertet werden. Nur das MAXX und die Hülse seien mit Kinderwagen oder Rollstuhl zugänglich.

Handlungsbedarf sieht das Team für das Gebäude des Beschäftigungs- und Leistungszentrums im Stahlwerk Becker: bessere Ausschilderung zu und in den Gebäuden, Verbesserung des Klimas im Glasgang, Ausschilderung der Kinderecke, Bewegungsmelder in den Toiletten.

Auch bei allen Fragen zum Thema Asyl und Asylbewerber sollte das Thema Inklusion stärkeres Gewicht erhalten - so eine Daueraufgabe.

Insgesamt enthält das Konzept eine Vielzahl von konkreten Hinweisen. Diese sollen die Mitarbeiter im Geschäftsbereich jetzt "priorisieren" und dann werde das Thema wieder im Ausschuss vorgestellt, so die zuständige Beigeordnete Brigitte Schwerdtfeger.

Quelle: RP
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