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Stadt Willich
Grundstücke werden etwas billiger

Stadt Willich: Grundstücke werden etwas billiger
An dieser Stelle soll das Neubaugebiet "Schiefbahner Dreieck" entstehen. Grüne und FDP stören sich unter anderem an den hohen Quadratmeterpreisen. Diese seien nicht sozialverträglich. FOTO: Wolfgang Kaiser
Stadt Willich. Politik und Verwaltung haben sich auf Preise für Baugrund im "Schiefbahner Dreieck" geeinigt. Die SPD will mit einem neuen Ansatz junge Familien mit Kindern beim Hauskauf unterstützen. Sie formuliert einen Antrag an den Rat. Von Nadia Joppen

Die Grundstücke im Neubaugebiet "Schiefbahner Dreieck" werden teilweise etwas günstiger, als zunächst geplant. Politik und Verwaltung verständigten sich in der Sitzung des Stadtrates auf eine Änderung. Statt wie bisher für das ganze Areal pauschal einen Quadratmeter-Preis von 330 Euro festzusetzen, gibt es jetzt eine Differenzierung. Je nach Lage kostet der Quadratmeter zwischen 295 Euro und 330 Euro.

Mit 295 Euro sind die Grundstücke am günstigsten, die direkt entlang der neuen Lärmschutzwand an der Korschenbroicher Straße liegen. 305 Euro kosten die Grundstücke im nördlichen Bereich entlang der Willicher Straße. Im Eckbereich Willicher Straße/Rubensweg kostet der Quadratmeter 315 Euro. Im Kern des Baugebietes variiert der Grundstückspreis geringfügig zwischen 325 und 330 Euro. Bereits verkauft und beurkundet sind die Grundstücke entlang des Rubenswegs, auf denen die Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft des Kreises Viersen Wohnungen für Asylbewerber baut.

Die Abstufungen im Preis erklärt die Verwaltung unter anderem damit, dass laut Lärmschutzgutachten die Lärmschutzwand nicht so hoch gebaut werden muss, wie ursprünglich gedacht. In die Preisfindung eingearbeitet sind die Kosten für den neuen Kreisverkehr, der die Kreuzung Willicher und Korschenbroicher Straße entschärfen soll. Dabei führt die Verwaltung in ihrer Vorlage allerdings aus, dass sie auch die mittlerweile aufgekommenen Überlegungen für die Verkehrsanbindung eines Neubaugebietes an der Fontanestraße in die Überlegungen einbezogen hat.

Die Grünen und die FDP lehnten auch das neue Preismodell ab. Die Preise seien zu hoch und nicht sozialverträglich. Dr. Raimund Berg (Grüne) wollte einen Quadratmeterpreis um die 250 Euro - wobei er ausdrücklich die Kosten für den Kreisverkehr aus der Berechnung herausgenommen hatte. Diese Kosten solle die Stadt zahlen, meinte er. Wobei die Grünen die Notwendigkeit dieses Kreisverkehrs generell infrage stellen.

Damit es mit der Umsetzung des Baugebietes "Schiefbahner Dreieck" überhaupt weitergehen kann, hat der Willicher Rat weitere Gelder freigegeben. Sie waren im Haushalt 2016 eingeplant, allerdings hatte sie die Politik auf Antrag der CDU mit einem Sperrvermerk versehen, weil erst noch verschiedene andere Fragen geklärt werden mussten. So gibt es mittlerweile einen Satzungsbeschluss für das Areal, ebenso eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Die Aufhebung des Sperrvermerks erfolgte mit den Stimmen von CDU und SPD. Die FDP blieb bei ihrer bisherigen generellen Ablehnung des Projektes. Für sie sind grundsätzliche Bedenken wie etwa das Thema Verkehrssituation nicht ausgeräumt. Die Grünen enthielten sich der Stimme.

Die SPD brachte in der Sitzung einen Aspekt vor. Sie möchte konkret junge Familien mit einem geringen bis mittleren Einkommen durch städtische Zuschüsse beim Haus- oder Wohnungskauf unterstützen. Es sei nicht sinnvoll, pauschal städtische Grundstücke preiswerter abzugeben, weil das auch Investoren oder auswärtige Käufer, die auch einen höheren Preis zahlen können, zugutekomme, so die SPD. Dieser Ansatz soll jetzt weiter verfolgt werden und fand positive Resonanz im Rat.

Quelle: RP
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