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Gemeinde Grefrath
Lohnende Ausflüge für die ganze Familie in die Vergangenheit

Gemeinde Grefrath. Der Duisburger Autor Joachim Schneider stellt in seinem neuen Buch 40 außergewöhnliche Museen am Niederrhein vor. Von Heribert Brinkmann

Früher war Joachim Schneider als Autorallyfahrer im Kadett oder Fiesta viel unterwegs, auch rund um die Burg Uda. Heute ist der 56-jährige Großhandelskaufmann aus Duisburg ruhiger geworden, aber immer noch viel unterwegs. Vor allem mit seinem Sohn Dominik (21) war er die vergangenen anderthalb Jahre viel am Niederrhein unterwegs und hat 40 Museen besucht. Dabei ging es ihm nicht um die großen öffentlichen Einrichtungen, sondern mehr um die kleinen privaten, mit viel ehrenamtlichen Engagement betriebenen Sammlungen. Entstanden ist daraus der Ausflugsführer in Buchform: "Außergewöhnliche Museen am Niederrhein".

Zur Buchpräsentation hatten Sutton-Verlag und Autor in die alte Villa Girmes in Oedt geladen, Sitz des Oedter Heimatmuseums. Karl A. Willmen, Vorsitzender des Heimatvereins Oedt, freut sich, dass es Schneider im Oedter Heimatmuseum so gut gefallen hat. Der Autor staunt über die Fülle der zusammengetragenen Exponate, vom Mammutzahn über ein Schwert aus der Wikingerzeit bis zu Erinnerungen an die Familien Mooren, Girmes und Mertes. Auch die NS-Zeit mit einem Modell des Lagers des Reichsarbeitsdienstes vor der Burg Uda wird nicht ausgespart. Grefrath ist mit der Burg Uda und dem Freilichtmuseum bestens vertreten. Aus unserem Verbreitungsgebiet sind noch der "Schluff", das Kamps Pitter Museum in Schiefbahn und das Gefängnismuseum in Anrath im Ausflugsführer zu finden.

Auf 95 reich bebilderten Seiten sind für die meisten Leser noch viele Entdeckungen zu machen, viele Darstellungen machen Lust dazu, die ein oder andere Adresse beim nächsten Wochenendausflug mal anzusteuern. Vorschläge gibt es genug vom Rheinmuseum Emmerich im Norden bis zur Kleinbahnmuseum Selfkantbahn in Gangelt im Süden. Das Rheinische Schützenmuseum Neuss ist weithin bekannt, aber außerhalb der Stadtgrenzen sind manche Einrichtungen eben nicht so präsent. So steht im Rheinmuseum in Emmerich ein originales Ein-Mann-U-Boot "Biber" aus dem Jahr 1944. Eine Überraschung ist das Wein-Freilicht-Museum in Hamminkeln. Am Niederrhein wurde bis 1620 Wein angebaut, kann man dort erfahren. Die Fliegerhorstgeschichte dokumentiert das Museum Laarbruch-Weeze der Royal Air Force. Friedliche Agrartechnik gib es im Traktoren- und Landmaschinenmuseum Pauenhof in Sonsbeck. Auf der Suche nach dem Hoppeditz kann man sich im ersten Niederrheinischen Karnevalsmuseum in Duisburg machen. Und wie unsere Vorfahren Wäsche gewaschen haben, zeigt das Holzleitner Museum für Waschgeschichte.

Joachim Schneider. Außergewöhnliche Museen am Niederrhein. Sutton Verlag Erfurt 2016, 14,99 Euro, ISBN 978-3-95400-697-7.

Quelle: RP
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