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Stadt Willich
Überschwemmungen und Haushalt sind Themen im Rat

Stadt Willich. Wenn der Stadtrat am morgigen Dienstag im Schloss Neersen ab 18 Uhr tagt, wird es wohl ein langer Abend werden. Viele wichtige Entscheidungen stehen an. Da ist zum einen die Frage, ob viele Hausbesitzer in Anrath tief in die Tasche greifen müssen, wenn das Fremdwassersanierungskonzept beschlossen werden sollte. Bis zu 10.000 Euro könnten auf die Betroffenen zukommen, es gibt allerdings Fördermöglichkeiten. CDU und Grüne hatten noch einmal einen umfangreichen Fragenkatalog an die Verwaltung gestellt, um eine fundierte Entscheidung treffen zu können.

Und dann ist da der Haushalt 2018, für den mehr als 60 Anträge von CDU, SPD und Grünen eingegangen sind - die FDP ist auf Linie des Kämmerers und möchte lieber die Verschuldung reduzieren. In den vergangenen Tagen haben wir bereits zahlreiche Vorschläge der Fraktionen veröffentlicht, inzwischen sind jedoch neue eingegangen. So beantragt die SPD unter anderem, dass für den Ausbau beziehungsweise die Erweiterung des städtischen Archivs Finanzmittel in den Haushalt eingestellt werden sollen. "Da das Willicher Stadtarchiv von Willich nun nicht nach Viersen verlegt wird, müssen wir entsprechende Finanzmittel von rund 30.000 Euro einplanen, um die im Kreisarchiv befindlichen Archivalien von vor 1970 übernehmen zu können", so Bernd-Dieter Röhrscheid, Obmann der SPD-Fraktion im Sport- und Kulturausschuss. In diesem Zusammenhang beantragt die SPD-Fraktion auch, den Zuschuss von 2500 Euro für die Bildungskooperation zwischen dem St.-Bernhard-Gymnasium, den Heimat- und Geschichtsfreunden und dem Stadtarchiv im Haushalt 2018 bereitzustellen. "Die Bildungskooperation ist ein Grund, weswegen wir das städtische Archiv nicht nach Viersen verlegen wollen - aus diesem Grund wollen wir es weiterhin fördern", so Röhrscheid.

Des Weiteren setzen sich die Sozialdemokraten für die Einrichtung eines Schiefbahner Bürgerbusses ein. Auch im Bereich der internationalen Beziehungen sollen wieder Finanzmittel eingestellt werden: Im April wird der Vertrag mit der lettischen Partnerstadt Smiltene unterschrieben und im Herbst 2018 werden erstmals Schüler aus Marugame in Japan zum Schüleraustausch nach Willich kommen. Da im Frühjahr 2018 in Alt-Willich die Lion-Straße eingeweiht wird und zu diesem Termin lebende Nachfahren der jüdischen Familie Lion eingeladen werden, benötigt man auch hierfür 5000 Euro.

(msc)
 
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