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Wülfrath
Seniorenunion schreibt Brandbrief an Merkel

Wülfrath. Sorgen um das Verhältnis von Deutschen und Türken. Von Kira Alex

Die Wülfrather Seniorenunion hat ihren Unmut über das "unglückliche deutsch-türkische Verhältnis" Luft gemacht und einen Brief an die Bundeskanzlerin verfasst. Dieser enthält sowohl Einschätzungen und Bitten, als auch Forderungen und Anregungen an die Kanzlerin. Der Brief soll aufzeigen, dass die Menschen beunruhigt über die Entwicklung und die Einflussnahme Erdogans hier in Deutschland sind.

"Wir glauben, dass seitens der Regierung mehr getan werden könnte, um dem gewachsenen Einfluss aus der türkischen Regierung entgegen zu halten", sagt der Vorsitzende der Seniorenunion, Walter Brühland.

Den Mitgliedern sei an der Durchsetzung der Menschenrechte gelegen, dazu zähle auch die Religionsfreiheit. Als Beispiel wird das Kreuz angeführt, das mittlerweile in deutschen Klassenzimmern verboten wurde. Das Tragen eines Kopftuches oder einer Burka stelle im Gegenteil aber kein Problem dar. Sie fordert wie in Frankreich ein Verbot des "Käfigs aus Stoff", weil das Vermummen eine Diskriminierung der Frau darstellt.

Außerdem würde immer mehr der Eindruck erweckt werden, dass Erdogan die deutsche Regierung durch den so genannten "Flüchtlingsvertrag" zu erpressen versucht. In dem Brief heißt es, die Türkei sei Handlanger oder Akteur im Krieg gegen den IS.

Sehr erschüttert war die Seniorenunion über die Tatsache, dass etwa 40.000 Türken, "von denen wir dachten, dass sie sich in unserem Land wohl fühlen", Erdogan bei der Kölner Demonstration zujubeln und sogar die Todesstrafe forderten.

In diesem Zusammenhang forderten die Senioren, dass in Deutschland keine türkischen Wahlkampfveranstaltungen mehr veranstaltet werden dürfen.

Auch den Besitz eines Doppelpasses zweifelt die Union in seinem Brief an. Die Forderung: Ein ausländischer Bürger könne bis zur Volljährigkeit beide Pässe behalten, dann müsse er sich für eine Staatsangehörigkeit entscheiden. Die deutsche Sprache sei unabdingbar und müsse deshalb mehr gefördert werden. Außerdem solle sie im Grundgesetz verankert werden. Die Wülfrather Seniorenunion erwartet, dass der Brief von Kanzlerin Merkel zur Kenntnis genommen wird.

Quelle: RP
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