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Xanten
CDU will mehr Sozialwohnungen in Xanten

Xanten. Zweites großes Thema bei der Mitgliederversammlung des Ortsverbandes Mitte war der Vandalismus.

Stadt und Politik wollen sich in Zukunft stärker der Schaffung von preiswertem Wohnraum - Stichwort sozialer Wohnungsbau - widmen. Auf der Mitgliedermitversammlung der CDU-Mitte kündigte Fraktionsvorsitzender Pankraz Gasseling für die Dezembersitzungen der politischen Gremien eine Untersuchung zu diesem Thema an. Man werde den Bau dieser Wohnungen stärker berücksichtigen, sagte er. Die Stadt sei bemüht, auch in Stadtmitte nach Baugrundstücken zu suchen.

Der soziale Wohnungsbau war in der Versammlung eines der intensiv diskutierten Themen. Alt-Bürgermeister Alfred Melters schlug vor, die Gesellschaft Grafschaft einzubinden. Sie habe in der Vergangenheit schon zahlreiche Sozialwohnungen gebaut. "Bei uns werden solche Wohnungen auch gesucht. Wir sollten alles versuchen, dies voranzutreiben."

Melters war es auch, der das zweite große Thema des Abends ansprach: Mängel in der Kernstadt. "Schöne Dinge haben zum Teil erhebliche Verfallserscheinungen", kritisierte er. Gemeint sind zum Beispiel Graffiti an Hauswänden, Schäden am Pflaster und Reparaturstau. "Das darf nicht so bleiben. Wir bauen einen glänzenden Kurpark, und in der Innenstadt passiert nichts", machte Melters seinem Ärger Luft. "Der Glanz der Innenstadt zerfällt an vielen Punkten."

Der frühere Stadtdirektor forderte ein konzentriertes Abarbeiten der von der Senioren Union festgestellten Mängel innerhalb von zwei bis drei Jahren. Bürgermeister Thomas Görtz wehrte sich gegen Berichte über Vandalismus in der Stadt (wir berichteten) und warnte davor, "die Stadt nicht hässlichzureden". Von Gästen höre er immer wieder, wie schön und sauber Xanten sei. Die Liste der Senioren Union werde nach und nach abgearbeitet.

Melters verteidigte diese Auflistung: "Wir haben auf Mängel hingewiesen. Wenn eine Tür keine Farbe mehr hat, dann ist das ein Mangel. Politik und Verwaltung bewegen sich nur, wenn jemand aufsteht. Mehr haben wir nicht gemacht."

Fraktionschef Gasseling ging in seinem Bericht unter anderem auf den Kurpark ein. Er werde ein Erfolg, der ohne CDU und Bürgermeister nicht möglich geworden wäre. Der vom Rat verabschiedete Brandschutzbedarfsplan erspare der Stadt Millionen Euro. "Wir hätten sonst eine Berufsfeuerwehr haben müssen." Außerdem begrüßte Gasseling den künftigen barrierefreien Weg um den Dom zur Nordseite und verteidigte den Beschluss, der nicht alle Wünsche an Barrierefreiheit in der Immunität erfüllt. Nicht alles, was man sich wünsche, sei machbar und zu finanzieren.

Neuer Vorsitzender des Ortsverbandes ist Richter Alexander Vorrath (39). Er hatte das Amt nach dem Rücktritt von Kai van Meegen bislang kommissarisch inne. Vertreten wird er von Torsten Feldkamp. Schriftführer ist Peter Kummer, Beisitzer sind van Meegen, Petra Strenk, Klaus Eberling, Rafael Zur.

Quelle: RP
 
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