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Xanten
Großandrang beim Basar im Kloster Mörmter

Xanten: Großandrang beim Basar im Kloster Mörmter
Da fällt die Wahl schwer: Das große Angebot des Basars begeisterte die vielen Besucher. FOTO: Armin Fischer
Xanten. Basargruppe und Bewohner der Fazenda da Esperança boten wieder Dekorationsartikel, Strickwaren, Marmelade und Bastalarbeiten an. Von Heidrun Jasper

Es ist jedes Jahr das Gleiche: Wer zu spät zum traditionellen November-Basar ins Kloster Mörmter kommt, für den ist kaum noch etwas übrig. Und so war es auch jetzt wieder, als die Basargruppe und die Bewohner der Fazenda da Esperança im Kloster zum Basar einluden. Die schönen Dekorationsartikel, warmen Strickwaren und diversen Bastalarbeiten gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Genau wie die selbst gebackenen Plätzen, leckeren Konfitüren und die Rote Beete.

Insektenhotels, Vogelhäuschen und Kerzenständer aus Holz, Pergamentschiffchen mit Teelichtern, Engel aus Stoff, duftende Lavendelsäckchen, Geldbörsen aus Stoff, selbst gestrickte Socken, zu Kerzen umfunktionierte Sammeltassen, grob gestrickte Mützen und Kinderjacken, Adventskränze "für an die Tür", wie der Niederrheiner so schön sagt: Bis auf kleine Restbestände alles weg, als die Damen der Bastelgruppe am Sonntagabend aufräumten.

Doch bis es so weit war, herrschte auf den Fluren und in einigen Räumen der Fazenda ein Kommen und Gehen. An langen Biertischen saßen die Besucher nett zusammen, ließen sich Kaffee, selbst gebackenen Kuchen und die niederrheinische Rindfleischsuppe schmecken, die zur Mittagszeit gereicht wurde. Eine Kanne Kaffee nach der anderen trug eine 81-Jährige aus der Küche. Sie arbeitet seit vielen Jahren ehrenamtlich mit, wenn wieder zum Basar gebeten wird; Bewohner der Fazenda spülten Geschirr im Akkord. "Wir stehen seit 9 Uhr hier in der Küche", erzählt sie; "bring ich Ihnen sofort", ruft sie einer kleinen Gruppe zu, die gerne Zucker und Milch für den Kaffee hätte. Bauchtasche auf, den Euro 'rein (so viel kostete die Tasse Kaffee), Bauchtasche zu - und weiter im Text. 20 Frauen gehören zu der Basargruppe, bei Bärbel Kisters laufen seit sechs Jahren die Fäden zusammen. "Jede macht, was sie besonders gut kann: Die eine strickt, andere nähen und basteln, kochen Marmelade ein, backen Kuchen".

Jetzt wird Kassensturz gemacht; "um die 7000 Euro" kommen in der Regel beim Basar zusammen. Mit einem Teil des Erlöses wird die Fazenda unterstützt, der größte Teil geht wie schon im vergangenen Jahr nach Äthiopien, zum "Attat-Hospital", wo die aus Sonsbeck stammende Schwester Rita Schiffer als Gynäkologin und ärztliche Leiterin arbeitet.

Quelle: RP
 
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