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Xanten
Sicherheit für die Wardter Schulkinder

Xanten. Sollen die Bushaltestellen verlegt werden, während das Nibelungenbad abgerissen wird? Darüber diskutierte ein Ausschuss. Ein Ergebnis gab es nicht. Von Erwin Kohl

Bald beginnen die Abrissarbeiten am Nibelungenbad in Wardt. Der Umstand, dass sich in unmittelbarer Nähe des unvermeidlichen Baustellenverkehrs zwei Bushaltestellen befinden, die hauptsächlich von Schulkindern genutzt werden, beschäftigte den Bezirksausschuss Wardt in seiner Sitzung.

"Können die beiden Haltestellen nicht für zwei bis drei Jahre einige Hundert Meter Dorf einwärts verlegt werden?", wollte Karl Heien in der Fragestunde der Einwohner wissen. Diese Bitte äußerten auch Johannes Bienemann und Tanko Scholten in einem Schreiben an die Stadtverwaltung. Darin wiesen sie darauf hin, dass Schulkinder nicht immer so reagieren, wie es für veränderte Gefahrenlagen notwendig ist, und sich somit die Gefahr von Unfällen von Baufahrzeugen mit Schülern erhöht.

Bürgermeister Thomas Görtz wiegelte ab: "Das wird nicht nötig sein. Die Baustellenfahrten finden außerhalb der Schulzeiten statt, das ist mit dem Generalunternehmer so abgesprochen." Der Verwaltungschef gab außerdem zu bedenken, dass es genaue Regeln gibt, die die maximale Länge des Fußweges für Schulkinder definieren. Außerdem könne eine solche Verlegung nur in Absprache mit dem Busunternehmen erfolgen.

Klaus-Martin Meier wies auf einen weiteren Aspekt hin: "Ich verstehe ja, dass mit dem Abrissunternehmer die Zeiten koordiniert werden können. Aber danach entsteht dort ein Neubaugebiet und dafür gibt es keinen Generalunternehmer." Das Ausschussmitglied sprach sich daher ebenfalls für eine Verlegung der Haltestellen während der gesamten Baumaßnahmen aus.

"Das macht natürlich Sinn, zumal wir auf die Häuslebauer keinen Einfluss haben. Aber das Neubaugebiet sieht nicht mehr so aus, wie es geplant war. Was Neuplanungen der Haltestellen betrifft, sollten wir daher eine zweite Bürgerversammlung abwarten", empfahl Görtz. Für Tanko Scholten griff die eigene Forderung nach einer Verlegung der Haltestellen dann doch zu kurz: "Das wäre immer noch keine Hilfestellung, weil die Kinder den gleichen Weg gehen müssen. Es ist ja nicht nur die Haltestelle." Eine Entscheidung fiel nicht, die Verwaltung wird sich weiter mit dem Thema beschäftigen.

Zudem schlug Scholten vor, ein Ladenlokal in einem der Häuser des Neubaugebiets einzuplanen. "In Wardt gibt es keines mehr, ein Neubau lohnt sich für Einzelhändler nicht. In Vynen gibt es das schon so ähnlich, dann sollte das in Wardt mit mehr Einwohnern auch funktionieren". Görtz sagte dazu: "Wir könnten ein Grundstück mit dieser Zweckbindung anbieten, allerdings nur für ein bis zwei Jahre", sagte er.

Quelle: RP
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