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Lokalsport
Erfolgsrezept: Spaß statt Verbissenheit

Xanten. Segel-WM: Ab dem 23. Mai sind auch zwei Boote vom SWC Vynen auf dem Steinhuder Meer am Start. Von Rene Putjus

Rund 29 Quadratkilometer ist das Gewässer groß, auf dem zwei Segelcrews des SWC Vynen in der nächsten Woche in einem erlesenen Teilnehmerfeld möglichst gut abschneiden wollen. Auf dem Steinhuder Meer in Niedersachsen werden zwischen dem 23. und 28. Mai die zwei neuen Weltmeister der Klasse Flying Dutchman (FD) ermittelt. Angemeldet haben sich auch Stephan Handick und Thorsten Wenten sowie Joachim Setzepfand und Pascal Hartmann. Der gastgebende Hannoversche Yacht-Club rechnet mit bis zu 130 Jollen aus 14 Nationen.

Vorschoter Handick aus Kamp-Lintfort und Steuermann Wenten aus Alpen, die im 23. Jahr gemeinsam in einem Boot sitzen, kennen das WM-Revier gut. Erst Anfang April waren sie bei der Trapezregatta auf dem Steinhuder Meer am Start. Dort trafen sie auch auf Jørgen Bojsen-Møller, der bei der Weltmeisterschaft zu den Top-Favoriten zählt. Der Däne hatte 1988 bei den Olympischen Spielen in Seoul Gold in der FD-Jolle gewonnen. Mittlerweile gehört diese Bootsklasse nicht mehr zum olympischen Programm, Bojsen-Møller ist aber immer noch eine Ikone unter den FD-Seglern. "Er ist sehr bescheiden und ein angenehmer Gesprächspartner", weiß Handick. Während Jørgen Bojsen-Møller mit seinem Bruder Jacob die Trapezregatta, die für etliche Teilnehmer einer WM-Generalprobe gleichkam, Platz sechs erreichte, reihten sich Handick/Wenten auf Rang 20 ein. "Es lief nicht alles rund."

Über Platz 20 am Ende der Weltmeisterschaft würden die zwei Freunde jubeln. "Sollten wir unsere Namen unter den ersten 30 Booten finden, wäre das schon schön", so Handick, dem wie Wenten diesmal das Gesamtergebnis nach den neun geplanten Wettfahrten gar nicht so wichtig ist. "Wir wollen bei dieser WM nicht so verbissen ran gehen, sondern vor allem Spaß haben. Dann wird sich der Erfolg schon von alleine einstellen", meinte Handick weiter. Die Voraussetzungen für das Duo sind eigentlich ganz gut. 2015 hatten sie sich ein anderes Boot mit mehr Carbonanteil im Rumpf gekauft, und für die WM-Regatta wurde in ein neues Starkwind-Vorsegel investiert. "Je mehr es bläst, desto besser sind wir. Und für die nächste Woche ist viel Wind angesagt", meinte Handick voller Vorfreude.

Die zweite WM-Crew des SWC Vynen ist ebenfalls voller Tatendrang. Setzepfand wollte nochmals am vergangenen Wochenende bei der Pfingstwettfahrt auf dem Steinhuder Meer in die Jolle steigen. Doch daraus wurde nichts. Widrige Wetterbedingungen machten ihm und den anderen FD-Seglern einen Strich durch die Rechnung. Der wenig aufschlussreiche Ausflug in den Norden hat der erfahrene Wassersportler aus Lüttingen schnell abgehakt. Für ihn und seinen Vorschoter Hartmann kann die Weltmeisterschaft beginnen: "Wir sind beide startklar."

Quelle: RP
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