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Lokalsport
Lintforterinnen versinken immer tiefer im Abstiegssumpf

Kamp-Lintfort. Die Stimmung ist gedrückt, die Situation wird immer dramatischer. Die Zweitliga-Handballerinnen des TuS Lintfort verlieren im Abstiegskampf weiter an Boden. Die Schützlinge um Trainerin Bettina Grenz-Klein zogen gestern Nachmittag bei der FSG Mainz/Budenheim mit 27:31 (15:17) den Kürzeren. Von Michael Bluhm

Der Gast musste einen ganz schmerzlichen Ausfall verkraften. Tatjana van den Broek, torgefährliche Kreisläuferin und Spezialistin für den Gegenstoß, trat die Reise aufgrund eines Magen-Darm-Infektes nicht mit an. Das Schlusslicht hatte - wie so oft - Probleme, den Spielfaden aufzunehmen. Die Mannschaft war nicht präsent genug, erlaubte sich einige zu schnelle Abschlüsse. Aber Lintfort erlangte seine Stabilität basierend auf guter Moral und Einstellung. Das Team kämpfte sich in einem schön anzuschauenden Match aufopferungsvoll heran, so dass die Spannung und Attraktivität deutlich zunahmen (9:9).

Doch das Niveau konnte nicht gehalten werden. Es waren erneut kleine, technische Mängel sowie Unachtsamkeiten, weshalb die Mannschaft kurzzeitig den Zugriff verlor und dem zu Folge ins Hintertreffen geriet. Diesen Rückständen hinterherzulaufen kostet aber unglaublich viel Energie, die die TuS-Spielerinnen immer wieder aufbringen müssen (15:16).

Nach dem Seitenwechsel ging's ziemlich schnell. Lintfort schwächelte erneut in der Startphase, bekam keinen Zug in die Aktionen - geschweige zum Tor. Zudem landeten etliche Anspiele ins Leere. Die folgenden konfusen Minuten, in denen die Bälle reihenweise "weggeworfen" wurden, waren dafür verantwortlich, dass Lintfort den Anschluss verlor und Mainz ziehen lassen musste (17:22/22:30).

Erst als die Partie praktisch entschieden war, bekam die TuS-Spielweise wieder eine Linie. Die Abwehrumstellung von der 6:0- auf eine offensivere 5:1-Formation war ein guter Schachzug. Der TuS wurde in seiner Körpersprache wieder mutiger und nahm den Kampf an. Dennoch: Lintfort kann nicht den Ausfall zweier wichtiger Stammspielerinnen kompensieren, zumal Loes Vandewal einen rabenschwarzen Tag erwischte.

Grenz-Klein sagte: "Wir haben zu Beginn der jeweiligen Halbzeiten nicht unseren Rhythmus gefunden. Ärgerlich sind auch die Phasen mit den leichten, unnötigen Ballverlusten. Gut war jedoch die Moral in den Schlussminuten."

Tore: Huijsmans (6), Butzen (5/1), Klein (5), Willing (3), Vandewal (3/2), Legermann, Lambertz (je 2), Feld stedt.

Quelle: RP
 
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