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Sonsbecks Ex-Kapitän Dennis Schmitz stellt keine Ansprüche

Lokalsport: Sonsbecks Ex-Kapitän Dennis Schmitz stellt keine Ansprüche
Dennis Schmitz lief in der Vorbereitung für den SV Hö./Nie. auf. Der 28-Jährige entschloss sich kurz vor Saisonbeginn, zum SV Sonsbeck zurückzukehren. FOTO: Armin Fischer (Archiv)
Sonsbeck. Fußball-Landesliga: Im Sommer 2014 verließ der 28-jährige den SVS. Nun ist der Mittelfeldspieler mit Leader-Qualitäten wieder da. Beim TuS Bösinghoven und SV Hö./Nie. wurde er nicht glücklich. Von Rene Putjus

Dennis Schmitz musste einige Hände schütteln, während er die Auftaktpartie des SV Sonsbeck im heimischen Sportpark gegen VSF Amern verfolgte. Die Anhänger haben dem ehemaligen Kapitän, der die Rot-Weißen im vergangenen Sommer nach sieben Jahren verlassen hatte, den Wechsel zum TuS Bösinghoven nicht krummgenommen. Der Mittelfeldspieler hatte sich 2014 für einen Tapetenwechsel entschieden, wie er sagt. Doch beim TuS lief's nicht wie erhofft. Nun ist Schmitz zurück und fest entschlossen, mit dem SVS in der Landesliga eine gute Rolle zu spielen. Von der sofortigen Rückkehr in die Oberliga will der Duisburger, der in Rumeln wohnt, nicht sprechen: "2010 war's doch einfacher, aus der Landesliga aufzusteigen. Da haben wir uns mit dem 1. FC Bocholt einen Zweikampf geliefert. Die Gruppe jetzt ist wesentlich stärker und ausgeglichener."

Schmitz möchte nicht von einem verlorenen Jahr sprechen, das hinter ihm liegt, auch wenn's in Bösinghoven nur die ersten Wochen rund lief und er beim SV Hönnepel/Niedermörmter schon in der Vorbereitung nicht glücklich wurde. Nach einem "ordentlichen Gespräch" mit SVS-Obmann Theo Claßen am Rande des Niederrhein-Pokalspiels und einer Nacht Bedenkzeit war für den Industriekaufmann klar, dass er wieder das Sonsbecker Trikot tragen möchte. "Seit meinem Weggang hat sich einiges im Verein zum Positiven verändert", begründet Schmitz seine Entscheidung. Jan-Paul Hahn hatte mitbekommen, dass Schmitz beim SV Hö./Nie. unzufrieden war und informierte Claßen. Der Obmann suchte gerade noch rechtzeitig den Kontakt. Denn an dem Samstag wollte Schmitz eigentlich einem anderen Landesligisten zusagen. "In Sonsbeck kenne ich mich aber sehr gut aus, und in der Mannschaft steckt Potenzial." Auch Trainer Thomas Geist, weiß, was er an ihm hat. Der Coach hatte in damals zum SV Sonsbeck geholt.

Während Dennis Schmitz bei den Rot-Weißen unumstrittener Stammspieler war, musste er in Bösinghoven um seinen Platz auf der 6er-Position kämpfen. "Zunächst war noch alles in Ordnung und ich habe oft gespielt. In der Rückrunde stand ich dann nur noch selten auf dem Feld, was auch daran lag, dass ich nicht immer meine Bestleistung gezeigt habe." Der Trainer setzte nicht mehr auf ihn, die Unzufriedenheit wuchs. Da kam der Anruf von "Schorsch" Mewes gerade recht, der ihn schon 2014 nach "Hö./Nie. lotsen wollte. Mitte April sagte Schmitz zu. Doch der Wechsel zum Oberligisten aus Kalkar entpuppte sich schnell als Fehler. Nach der Hälfte der Vorbereitung entzog Mewes dem Mittelfeldakteur mit den Leader-Qualitäten das Vertrauen. Zu den Details, warum es nicht gepasst hat, will sich Schmitz in der Öffentlichkeit nicht äußern, sondern er sagt nur so viel: "Ich bin froh, dass ich rechtzeitig die Reißleine gezogen habe und nach Sonsbeck zurückgekehrt bin."

Schmitz hat beim SVS einen Amateurvertrag für eine Saison unterschrieben. Am Sonntag in Goch könnte er sein Debüt geben. Ansprüche stellt der 28-Jährige jedoch nicht. "Ich spiele am liebsten auf der 6er-Position, ich bin aber im Mittelfeld flexibel einsetzbar - aber erst mal muss ich wieder reinkommen." Sollte Dennis Schmitz jedoch an seine letzten Leistungen im Sonsbecker Trikot anknüpfen können, wird er sich sicherlich schnell seinen Stammplatz zurückerobern.

Quelle: RP
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