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Nach Erdbeben in Neuseeland
Kühe mit Kalb von winziger Wieseninsel gerettet

Erdbeben in Neuseeland: Kühe auf winziger Insel eingeschlossen
Die Kuhfamilie wurde nach dem Erdbeben bei einem Hubschrauberflug in Neuseeland entdeckt. FOTO: ap
Wellington. Die starken Erdbeben in Neuseeland haben viel zerstört, auch die Kuhweide rund um eine kleine Gruppe Kühe – sie waren am Montag auf wenigen Quadratmetern eingeschlossen. Videoaufnahmen zeigten die scheinbar ausweglose Situation der Tiere.

Drei Kühe waren durch das starke Erdbeben in Neuseeland in eine offenbar völlig ausweglose Situation geraten. Wie Aufnahmen des Nachrichtendienstes Newshub zeigten, saßen zwei ausgewachsene Tiere und ein Kalb am Montag in der Nähe des Touristenortes Kaikoura auf einem Stück Land fest, um das herum die gesamte Weide bei dem Erdstoß verwüstet worden war. Um die wenigen Quadratmeter Grasfläche, auf denen sie standen, war die Landschaft um mehrere Meter eingesackt. Die Kühe wurden dadurch vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten.

Der Bauer kam seinen Kühen in der Nähe des Touristenörtchens Kaikoura schließlich mit Schaufel und Spitzhacke zur Hilfe, wie er Newshub berichtete. Zusammen mit Helfern ebnete er ihnen einen Weg von der Grasinsel hinab und brachte die Tiere in Sicherheit.

"Das Problem war, dass wir nicht wussten, ob es ein weiteres Beben gibt oder neue Erdrutsche", sagte der Bauer. Die Tiere hätten dringend Wasser gebraucht. Er habe 14 Kühe von der zerstörten Weide retten müssen. Einige hätten bei dem Beben ihre Kälber verloren.

Am Montag war zunächst unklar, wie den Kühen geholfen werden könnte. Wie der Sydney Morning Herald am Sonntag berichtete, lag der Schwerpunkt der Rettungsmaßnahmen zunächst auf menschlichen Leben. In Neuseeland leben 4,7 Millionen Menschen - und knapp zehn Millionen Kühe.

Ein Beben der Stärke 7,8 hatte die Region rund um Kaikoura in der Nacht zum Montag heimgesucht. Mindestens zwei Menschen starben dabei.

(mre/ap)
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