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Farc in Kolumbien
Ex-Rebellenchef bittet Papst um Vergebung

Farc in Kolumbien: Ex-Rebellenchef bittet Papst um Vergebung
Farc-Kommandeur Rodrigo Londoño alias "Timochenko" (Archivaufnahme). FOTO: dpa, lof
Villavinencio . Rodrigo Londoño, der frühere Chef der kolumbianischen Rebellenmiliz Farc, hat Papst Franziskus um Verzeihung für Untaten seiner Organisation gebeten.

Er bitte um Entschuldigung für jeden Schmerz, "den wir bei der Gesellschaft Kolumbiens oder irgendeiner ihrer Einzelpersonen verschuldet haben", schrieb Londoño in einem im Internet veröffentlichten Brief an den Papst. Er hoffe, Franziskus verstehe, dass die Farc immer von dem aufrichtigen Wunsch motiviert gewesen sei, für die ärmsten und am meisten ausgeschlossenen Bürger des Landes einzustehen.

Die linke Farc und die Regierung hatten vor einem Jahr ein Friedensabkommen geschlossen, das mehr als fünf Jahrzehnte Bürgerkrieg mit mehr als 250.000 Toten und rund 60.000 Vermissten beendete. Danach soll sich die Farc zu einer politischen Partei wandeln. Viele Kolumbianer kritisieren den Vertrag aber, weil er der Farc gegenüber zu großzügig sei.

Der Papst wird für Freitag in einer einst von der Farc bedrängten Region Kolumbiens zu einem Versöhnungsgebet erwartet. Dort wird er sich die Berichte von Bürgerkriegsgeschädigten anhören, darunter viele Opfer der Farc.

(felt/ap)
 
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