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Hurrikan "Matthew"
Zahl der Toten steigt in den USA auf 33

Hurrikan "Matthew": Zahl der Toten steigt in USA auf 33
Ein Mann watet in Fair Bluff, North Carolina, durch die Wassermassen. FOTO: afp
Lumberton. Die Zahl der Menschen, die durch Hurrikan "Matthew" in den USA starben ist auf 33 gestiegen. In Haiti kamen bisherigen Informationen zufolge fast 500 Menschen ums Leben. Nach der Katastrophe könnte in Haiti Cholera wieder zu einem großen Problem werden.

Im US-Bundesstaat North Carolina hat sich die Zahl der Toten nach dem Wirbesturm "Matthew" auf 18 erhöht. Gouverneur Pat McCrory sagte am Dienstag, im Bezirk Robeson seien zwei Ertrunkene gefunden worden.
Weitere Tote habe es in den Bezirken Columbus und Wayne gegeben. Alle seien während des Wirbelsturms "Matthew" in ihren Fahrzeugen von den Wassermassen mitgerissen worden.

US-Präsident Barack Obama sagte, die Gefahr durch Überflutungen sei noch nicht vorüber und gab Bundesmittel für die Katastrophenhilfe frei. Die Koordinationsstelle Fema hielt mehr als 5,2 Millionen Mahlzeiten, 3,7 Millionen Liter Trinkwasser und 72 000 Decken bereit.

WHO fordert Hilfe zur Selbsthilfe für Haiti

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat derweil dazu aufgerufen, nach den Verheerungen von Hurrikan "Matthew" in Haiti die bestehenden Institutionen des Gesundheitssystems zu stärken, statt von außen neue Hilfsteams zu schicken. "Die Besten, um den Haitianern zu helfen, sind die Haitianer selbst", sagte der WHO-Vertreter in Haiti, Jean-Luc Poncelet, am Dienstag in Port-au-Prince. Es gebe viele Arbeitslose, denen geholfen werden sollten, eine Arbeit zu bekommen, um den Land zu helfen

Haiti war bereits vor dem Hurrikan von einer schweren Cholera-Epidemie betroffen. Durch die Überschwemmungen droht nun eine weitere Ausbreitung der Krankheit. Die WHO hat eine Millionen Dosen Impfstoff nach Haiti entsandt. Poncelet warnte aber, es handele sich um einen Impfstoff, der in der Welt nur in geringer Menge vorkomme, und daher zurückhaltend eingesetzt werden sollte. Nicht alle Haitianer müssten geimpft werden.

Laut den neusten Zahlen der Behörden kamen bei dem Hurrikan vergangene Woche 473 Menschen in Haiti ums Leben. Am Montag lag die Zahl noch bei 372. Am stärksten betroffen war das Département Grande Anse, wo es 244 Tote und 97 Verletzte gab. Zudem wurden landesweit noch immer 75 Menschen vermisst. Mehr als 175.500 Haitianer leben noch in Notunterkünften. Der Staat rief eine dreitägige Staatstrauer aus.

(afp, stk)
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