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Wütender Mob in Kabul
Männer lynchen Frau nach angeblicher Koran-Verbrennung

Kabul: Männer lynchen Frau nach angeblicher Koran-Verbrennung
FOTO: afp, SM/az
Kabul. Ein Mob hat in der afghanischen Hauptstadt Kabul eine Frau gelyncht, weil sie einen Koran verbrannt haben soll. Die Gruppe habe die Frau zu Tode geprügelt, ihre Leiche in Brand gesteckt und in einen Fluss geworfen

Wie der Leiter der Kriminalpolizei von Kabul, Farid Afsali, am Donnerstag sagt, hätten "Tausende" Menschen sich an der Moschee im Stadtteil Schahi Doschamschira versammelt, wo die Frau den Koran verbrannt haben soll. Die Polizei habe Mühe gehabt, die wütende Menge auseinanderzutreiben.

Der Sprecher des Innenministeriums, Sedik Sedikki, bestätigte den Vorfall. Es seien Untersuchungen zum Hergang eingeleitet worden. In sozialen Netzwerken machten Fotos von dem Angriff die Runde. Im Jahr 2012 hatten Berichte, wonach auf dem US-Stützpunkt Bagram mehrere Koran-Ausgaben verbrannt worden waren, zu tagelangen gewaltsamen Protesten in Afghanistan geführt. Rund 30 Menschen wurden dabei getötet.

(AFP)
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