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Regensburg
Die letzten Flüchtlinge haben das Pfarrheim verlassen

Regensburg: Die letzten Flüchtlinge verlassen das Pfarrheim St. Emmeram
So waren die Flüchtlinge in dem Pfarrheim untergebracht. FOTO: dpa, awe vfd sja
Regensburg. Die letzten in einem Regensburger Pfarrheim ausharrenden 16 Flüchtlinge haben die Unterkunft am Montag verlassen. Die 35-tägige Protestaktion, die im Regensburger Dom mit 50 Personen begann und dann im Pfarrheim St. Emmeram fortgesetzt wurde, ist ohne polizeiliche Zwangsmaßnahmen zu Ende gegangen.

Die Polizei war nach Medienberichten zwar am Nachmittag vor Ort und forderte die Asylsuchenden auf, das Pfarrheim freiwillig zu räumen. Diese folgten der Aufforderung und sind laut Aussage des Bistums nun auf dem Weg zu den Behörden, die das Weitere zu klären haben.

Die Verantwortlichen des Bistums zeigten sich erleichtert über den Ausgang, es bliebe jedoch eine gewisse Nachdenklichkeit, so Generalvikar Michael Fuchs. "Uns war von Anfang an wichtig, dass Menschen, die in Not zu uns kommen und um Hilfe bitten, nicht im Stich gelassen werden. Das wollen wir im Rahmen unserer Möglichkeiten so beihalten, auch wenn die letzten Wochen uns dabei deutlich Grenzen vor Augen geführt haben", so Fuchs. Dies gelte auch für den Ausnahmefall, in Extremfällen für eine bestimmte Zeit bei einem Pfarrer um Kirchenasyl zu bitten.

Auch die Sorge, die Diözese werde zukünftig mehr Kirchen aus Angst vor Wiederholungsfällen zusperren, sei unbegründet. "Unsere Kirchen bleiben offen für alle Menschen, die beten wollen, die Stille suchen oder unsere Kirchen bewundern", erklärt der Generalvikar.

Die ursprünglich aus 45 Menschen bestehende Gruppe aus Albanien und Kosovo hatte Anfang Juli zunächst im Regensburger Dom Zuflucht gesucht und war einige Tage später in das Pfarrheim umquartiert worden. Die Flüchtlinge verlangen ein Bleiberecht in Deutschland sowie eine Nichtanerkennung der Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer.

mit Agenturmaterial

(felt)
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