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München
ARD und ZDF wollen neues Gebührenmodell

München. ARD und ZDF wollen die Höhe des Rundfunkbeitrags künftig anders berechnen. Dies gehe aus Stellungnahmen hervor, die die Sender am Montag an die zuständigen Arbeitsgemeinschaften in den Ländern geschickt hätten. So habe die ARD vorgeschlagen, dass der Rundfunkbeitrag sich am Bruttoinlandsprodukt (BIP) orientieren soll. Dies berichtete die "Süddeutsche Zeitung" (SZ) gestern.

Das ZDF wünsche sich demnach "ein etwas anderes Gebührenmodell". Der Sender befürchte offenbar, dass sich bei einer Umstellung auf die Indexierung "die Gewichte zugunsten der ARD verschieben könnten". Eine Beitragserhöhung von bis zu zwei Euro halte das ZDF für nicht notwendig. Das ZDF erklärte dem Evangelischen Pressedienst, der Sender habe kein konkretes Modell im Blick. Bisher melden die öffentlich-rechtlichen Sender ihren Bedarf bei der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs (KEF) an. Diese prüft die Anmeldungen und kann sie auch kürzen. Über die Höhe des Beitrags entscheiden dann die Parlamente der Bundesländer. Der SZ zufolge will die ARD den Beitrag nicht wie von der KEF empfohlen zum 1. Januar 2017 von derzeit 17,50 Euro monatlich auf 17,20 Euro senken, sondern ihn bis 2020 in der bisherigen Höhe belassen. Danach soll der Beitrag im Rahmen des BIP angepasst werden. Die KEF solle dennoch erhalten bleiben, um eine Überlastung der Beitragszahler zu vermeiden.

(epd)
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