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"DSDS-Finale" - 2013
Die Schlagerkönigin hat sich die Krone abgeholt

DSDS 2013 - Die Bilder aus dem Finale
DSDS 2013 - Die Bilder aus dem Finale FOTO: RTL
Köln. Die Schweizerin Beatrice Egli hat am Samstagabend die Jubiläumsstaffel der RTL-Show "Deutschland sucht den Superstar" gewonnen. Die 24-Jährige, die fast nur deutsche Schlager sang, setzte sich gegen die 21 Jahre alte Sächsin Lisa Wohlgemuth aus dem Erzgebirge durch. Von Katharina Kesper

Schon im Vorfeld brodelten die Spekulationen über die finale Show von "Deutschland sucht den Superstar". Bis Samstagnachmittag war nicht klar, ob die erkrankte Finalistin Lisa Wohlgemuth auftreten können würde. Dem ersten Frauen-Duell seit 10 Jahren stand dann aber nichts im Weg – ein spannender Kampf zwischen Schlager und Pop wurde Zuschauern und Jury geliefert.

Tagelang war unklar, ob die durchgedrehte Powerfrau Lisa aus Sachsen ihr gewonnenes Ticket ins Finale überhaupt einlösen können würde – sie lag mit einer schweren Kehlkopfentzündung im Bett, hatte Sprech- und Gesangverbot. Dann die Entwarnung: "Ich werde auf jeden Fall singen", so Lisa Wohlgemuth. RTL hatte vorsichtshalber schon Mal einen Ersatz rekrutiert: Drittplatzierter Ricardo Bielecki wäre im Notfall eingesprungen, hätte allerdings nicht gewinnen können. Ganz abgeschrieben hatte RTL ihn allerdings nicht, für einen kurzen Gastauftritt unterstützte er die DSDS-Show am Samstagabend.

Ein Vergleich der beiden Kandidatinnen fällt schwer, unterschiedlicher könnten sie nicht sein. Schlagerprinzessin gegen Rockröhre, Blondine gegen Rothaarige, wilde Sächsin gegen herzliche Schweizerin.

Die Auftritte und große Überraschungen

Zum Auftakt kamen nochmal alle Top 10 Kandidaten auf die Bühne und performten gemeinsam den Eröffnungssong. Den Start machte Lisa mit dem Song "Someone Like You" von Adele. Die Jury lobte zunächst vor allem ihren Kampfgeist und ihr Durchhaltevermögen. Dieter merkte durchaus kritisch an, dass die Songwahl nicht besonders gut war, gab sich aber letztendlich auch zufrieden. Zwei weitere Songs würden folgen, darunter der von Bohlen produzierter Siegersong.

Beatrice legte nach: mit dem Hit von Helene Fischer "Und morgen früh küss ich dich wach" sang sie sich erneut in die Herzen der Schlagerfans und auch ein wenig in die Herzen derer, die sich mit dem Schlager noch anfreunden müssen. Auch die Schweizerin würde noch zwei Lieder singen am Samstagabend.

Weiter ging es mit dem Staffelhighlight von Lisa – mit "Elektrisches Gefühl" rockte sie erneut die Bühne und konnte mit ihren Tanzeinlagen bei der Jury punkten. Auch der anschließende Auftritt von Beatrice erfüllte wiederholt die Schlagerstandards, die sie der Show auferlegt hatte. Mit ihrem Staffelhighlight "Ich liebe das Leben" löste sie eine Welle der Begeisterung aus, das Publikum konnte sich kaum halten. Getreu dem Motto "Der Name ist Programm" strahlte die Schweizerin vor Freude und Lebenslust.

Weiter ging es mit dem von Dieter Bohlen geschriebenen Siegertiteln. Zunächst sang Lisa "Heartbreaker" - ein englischsprachiger Song und eine Mischung aus Ballade und Pop. Gesanglich, wie gewohnt, nicht übermäßig gut, aber es scheint zu reichen - mit ihrem charmanten Drumherum schafft Lisa dieses Manko immer wieder zu Überspielen.

"Mein Herz" hieß der Siegertitel von Beatrice Egli, unterstützt mit viel Feuerwerk im Studio, einer großen Fangemeinschaft im Publikum und Moderatorin Nazan Eckes, die sofort einen Ohrwurm von dem Song hatte. Überzeugend performt kauft man der jungen Blondine einfach jedes Wort ab, was sie über die Lippen bringt.

Die Auftritte der Kandidatinnen waren vorbei, um die Sendezeit zu füllen, griff RTL dann nochmal tief in die Trickkiste. Quasi aus dem nichts sprangen die Mitglieder der "Jungen Tenöre" aus dem Publikum und trällerten überraschend ins Mikrofon. Dazu gab es dann blau-weißes Konfetti, ganz im DSDS-Stil. Dieter tat überrascht, Nazan erklärte, die Überraschung sei ein Dankeschön an 10 Jahre Castingshow. Der nächste Lückenfüller war dann Ricardo Bielecki, der außer Konkurrenz nochmal seinen Lieblingssong "Impossible" zum Besten gab.

Die Entscheidung

Emotionale Videos von Fans, Freunden und Familie wurden eingespielt und jede Menge Tränen flossen bei den beiden Kandidatinnen. Das Anrufer-Voting fiel eindeutig aus: rund 70 Prozent riefen für die Gewinnerin der aktuellen Staffeln an, lediglich 30 Prozent für die Zweitplazierte. 

RTL hatte bereits zum zehnten Mal einen Superstar gesucht, auch im nächsten Jahr soll es eine Staffel geben. Die Einschaltquoten waren zuletzt allerdings rückläufig.

(dpa/spol/felt/csi/ac/pst)
 
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