| 16.54 Uhr

"Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"
Halbzeit im Dschungelcamp: Kasalla, Krankheit und Cojones

Zitate: Dschungelcamp 2016: Die besten Sprüche der Kandidaten
Zitate: Dschungelcamp 2016: Die besten Sprüche der Kandidaten FOTO: RTL/Stefan Menne
Gold Coast. Die Vorrunde des Dschungelcamps ist gelaufen. Ab Freitag fliegen die Kandidaten raus. Wer hat bisher überzeugt? Wer hat unser Herz erobert? Und wer gewinnt den Nobelpreis? Eine Zwischenbilanz. Von Sebastian Dalkowski

Wer hat überrascht?

Sophia Wollersheim. Bisher war die mehrfach Retuchierte und Operierte bloß als groteske Begleiterscheinung des nicht weniger grotesken Bert Wollersheim aufgefallen. Beinahe ungeschminkt und aus der Party Zone gezogen entwickelte sie sich zwar nicht zum blondierten Albert Einstein, hat aber ihr Herz am rechten Fleck und kann bei Bedarf auch prima mit Jenny Elvers lästern.

Wer hat das Herz der Zuschauer erobert?

Menderes. Wir hatten ihn bloß als den Dauer-Verlierer von "Deutschland sucht den Superstar" abgespeichert. Dann aber erzählte uns dieses Männlein Elend von seiner schlimmen Kindheit, seiner chronischen Krankheit und seiner chronischen Jungfräulichkeit – und wir waren schon kurz davor, einen Adoptionsantrag zu stellen. Am Donnerstag bewies er gar, dass er ganz okay singen kann. Aber wirklich nur ganz okay.

Zitate: Dschungelcamp 2016: Die besten Sprüche von Thorsten Legat

Wer hat enttäuscht?

Menschlich: Ricky Harris. Kaum hatte ihm Gunter die Macht des Camp-Chefs übertragen, mutierte der Rasta-Teletubbie zum diskussions-abgeneigten Autokraten. Dieser Mann wird nach dem Camp noch weniger Fernseh-Angebote bekommen als vorher. Was den Unterhaltungsfaktor betrifft: Jürgen. Als Kölsche Jung aus dem Volk mit Tendenz zur Schlagerkarriere hätte er das Zeug zur Kultfigur, doch leider hat er für keinen einzigen großen Moment gesorgt.

Wer ist überhaupt nicht aufgefallen?

Diese... äh... na sag schon... Nathalie. Bis zu ihrem Flirt mit David Ortega hatten wir angesichts ihrer Blässe bereits vermutet, RTL habe eine Tote nach Australien geschickt. Und selbst die Liebelei mit dem Camp-Philosophen hat noch zu keinem erinnernswerten Moment geführt. Oder ist es den beiden etwa ernst und sie wollen es langsam angehen lassen? Auch Jenny Elvers, die außerhalb des Dschungels einem Skandal nicht abgeneigt ist, trat höchstens als Lästerschwester in Erscheinung, scheint aber sonst an ihrem neuen Image als den Alkoholismus überstanden habende – ja was eigentlich? – Normalo-Frau zu arbeiten.

Video: FC Remscheid: Thorsten Legats Spieler schauen Dschungelcamp

Wer unterhält am besten?

David Ortega. Der Atomphysiker unter den Nachtschattengewächsen interessiert sich nicht nur für ausgestorbene Tiere (Dinosaurier), sprechende Geschlechtsteile (Cojones) das Einfrieren von Köpfen und das Seelenleben der Kartoffel, sondern hat auch noch dem Dalai Lama seine Freundschaft angeboten. Außerdem kennt er sich in dieser Sache mit dem Yin und Yang ziemlich gut aus. Man weiß gar nicht, welchen Nobelpreis er in diesem Jahr nicht gewinnen wird. Schreibt sicher bald seine Biografie mit dem Titel "Wer bin ich und wenn ja, warum will niemand meine veganen Ketchup-Burger".

Welche Szene war für die Ewigkeit?

Die Aufführung des Theaterstücks "Meine Kakerlaken-Suppe ess ich nicht". In den Hauptrollen: Thorsten Legat und Helena Fürst. Während Kasalla-Thorsten alles hinunterschlang, was RTL im Terraristikladen um die Ecke auftreiben konnte, bestellte die Fürst-Frise bloß die Kinderportion und gab die Hälfte noch an Thorsten ab. Der besaß trotz allen Beinahe-Würgens noch die Manieren, sich die Schürze vor den Mund zu halten, als er sich ein Restinsekt aus den Zähnen pulte.

Was fehlt noch?

Der Streit, der alle elektrisiert. Wie Helena und Thorsten sich gegenseitig anfauchen, ist zwar unterhaltsam, doch irgendwie ist die Fürst mit diesem Gesichtsausdruck, Typ "Ich heul gleich", und der Asi-Frisur eine zu jämmerliche Gestalt, als dass man sich allzu sehr am Duell erfreuen könnte. Ein bisschen Mitleid lässt sich eben doch nicht vermeiden.

Wer fliegt heute raus?

Rolf Zacher. Die Menschen, die alt genug sind, um ihn noch zu kennen, schauen abends den ARD-Heimatfilm. Und neue Fans hat er durch seine wenigen, wirren Auftritte kaum gewonnen. Gut möglich, dass er den Verrückten nur mimt. Aber wer nicht authentisch ist, hat im Camp erst recht keine Chance.

Wer ist Favorit auf den Thron?

Geht es nach den Wettquoten von "Bwin", dann Menderes, gefolgt von Thorsten und Brigitte. Sollte Thorsten es in der kommenden Woche schaffen, sich von seinem etwas fragwürdigen Verhältnis zum Einsatz von Gewalt zwecks Erreichen der eigenen Ziele frei zu machen ("Kasalla"), dann ist Menderes die Favoritenrolle los.

Wie wäre es mit einer Schulnote für das aktuell Camp?

Okay, zwei minus.

Wen würden Sie heute rauswählen? Stimmen Sie hier ab. 

Nach Gunter Gabriels Abschied: Wer soll nun Dschungelkönig werden? Stimmen Sie hier ab.

Alle Dschungelprüfungen im Überblick finden Sie hier.

Alle Bilder aus dem Dschungelcamp 2016 sehen Sie hier.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Dschungelcamp 2016: Halbzeit-Bilanz bei "Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.