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Mitglieder der Terrormiliz Al-Nusra-Front
Drei Syrer wegen Terrorverdachts angeklagt

Terrorverdacht: Bundesanwaltschaft klagt drei Syrer an
Die Angeklagten waren im vergangenen Juni in Lübeck, Hamburg und Umgebung festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. FOTO: dpa
Karlsruhe. Gegen drei Syrer im Alter von 42 bis 51 Jahren wurde Anklage erhoben. Die Bundesanwaltschaft wirft den Männern unter anderem vor, sich der Terrormiliz Al-Nusra-Front angeschlossen zu haben.

Darüber hinaus würden den Männern Verstöße gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, zwei von ihnen zudem Kriegsverbrechen, teilte die Bundesanwaltschaft am Donnerstag in Karlsruhe mit. Zuständig ist der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Celle.

Die Angeklagten waren im vergangenen Juni in Lübeck, Hamburg und Umgebung festgenommen worden und sitzen seitdem in Untersuchungshaft. Nach den Ermittlungen der Karlsruher Behörde hatte sich das Trio spätestens Anfang November 2012 der Miliz angeschlossen.

Unter anderem hätten die Angeklagten mit Sturmgewehren bewaffnet Wachdienste an einen Kontrollpunkt in Nordsyrien verrichtet. Zwei von ihnen hätten an der Vertreibung von Angehörigen des Regimes von Präsident Baschar al-Assad und der Plünderung eines Hauses teilgenommen. Einer der Männer habe sich an Drohungen gegen die kurdische Bevölkerung beteiligt.

(gaa/dpa)
 
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