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Emissionen reduzieren
Australien ratifiziert das Pariser Klimaabkommen

Australien ratifiziert das Pariser Klimaabkommen
Australien, in dem gerade hochsommerliche Temperaturen herrschen, hat nun ebenfalls den Klimavertrag unterschrieben. FOTO: dpa, dp ms
Sydney. Australien hat das Pariser Klimaabkommen ratifiziert. Premierminister Malcolm Turnbull erklärte am Donnerstag, dieser Schritt bestätige Australiens "ambitioniertes und verantwortungsvolles" Klimaschutzziel.

Demnach will der Staat bis zum Jahr 2030 seine Treibhausgasemissionen um 26 bis 28 Prozent im Vergleich zum Jahr 2005 reduzieren. "Wir stehen hinter unseren in dem Abkommen festgeschriebenen Zielen für 2030", erklärte Turnbull.

Australien ratifizierte das Abkommen nun kurz vor der Abreise der beiden Minister für Umwelt und Auswärtige Angelegenheiten zur UN-Klimakonferenz in Marokko. Dort sind seit Anfang der Woche Teilnehmer aus mehr als 190 Staaten versammelt, um über die Umsetzung des Abkommens zu beraten. Ratifiziert wurde es bereits von über hundert der 192 Unterzeichnerstaaten. Anfang November trat es in Kraft.

Land gehört zu den schmutzigsten der Welt

Australien greift verstärkt auf Kohlekraft zurück, hat aber nur 24 Millionen Einwohner. Deshalb gehört das Land zu den größten Pro-Kopf-Verschmutzern der Welt. Zu der Debatte in den USA, wo der designierte Präsident Donald Trump angekündigt hatte, sich von dem Abkommen zu verabschieden, erklärte Turnbull, Australien werde dem nicht folgen. Dies sei ein globales Abkommen und sein Land halte sich daran. Die Organisation Greenpeace begrüßte die Ratifizierung.

Der globale Klimaschutzvertrag war im Dezember 2015 in Paris beschlossen worden. Er trat deutlich früher als erwartet in Kraft und sieht vor, die Erderwärmung auf deutlich unter zwei Grad, möglichst aber auf unter 1,5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zeitalter, zu begrenzen.

(bur/AFP)
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