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"Was passiert, wenn er Westminster sprengt?"
Italienischer Politiker Grillo verhöhnt Londons Bürgermeister

Ein Mann mischt Italien auf
Ein Mann mischt Italien auf FOTO: AFP
Rom. Der Gründer der italienischen Fünf-Sterne-Bewegung, Beppe Grillo, hat mit rassistischen Äußerungen über den neuen muslimischen Londoner Bürgermeister Sadiq Khan für Empörung gesorgt.

"Ich will sehen, was geschieht, wenn sich der Bürgermeister in Westminster in die Luft sprengt", sagte Grillo nach italienischen Medienberichten vom Montag während einer Show in Padua am Samstagabend.

"Es ist sehr ungewöhnlich, dass eine Person aus Bangladesch mit so großem Enthusiasmus gewählt wird", fügte Grillo hinzu. Khan, ein Sohn pakistanischer Einwanderer, wurde vor etwa zwei Wochen zu Londons erstem muslimischen Bürgermeister gewählt.

Scharfe Kritik in Italien

In Italien wurden die Aussagen des Oppositionspolitikers stark kritisiert. "Rassismus und Verallgemeinerungen sind nicht lustig und greifen sowohl integrierte Bürger als auch freie Wähler an", schrieb der Fraktionschef der regierenden Demokratischen Partei (PD) im Abgeordnetenhaus, Ettore Rosato, im Kurznachrichtendienst Twitter.

Die populistische Fünf-Sterne-Bewegung (M5S) ist die stärkste Oppositionspartei in Italien. Ihr werden auch bei den am 5. Juni in mehreren Städten stattfindenden Bürgermeisterwahlen gute Chancen eingeräumt.

So ist unter anderem in der Hauptstadt Rom M5S-Kandidatin Virgina Raggi Umfragen zufolge die beliebteste Kandidatin.

(dpa)
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