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Über den Golanhöhen
Israels Raketenabwehr fängt Geschoss aus Syrien ab

Israelisches Raketenabwehrsystem fängt Geschoss aus Syrien ab
Israelische Raketenabwehr (Archiv). FOTO: ap
Tel Aviv. Wenige Stunden nach einem mutmaßlichen israelischen Luftangriff in Damaskus hat Israels Raketenabwehr offenbar ein Geschoss aus Syrien abgefangen. Es soll eine unbemannte Drohne gewesen sein.

Israels Armeesprecher berichtete am Donnerstag auf Twitter, das Patriot-Raketenabwehrsystem haben über den Golanhöhen ein "Zielobjekt" getroffen. Weitere Angaben machte er zunächst nicht. Aus Militärkreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AP, dass eine Patriot-Rakete ein unbemanntes Fluggerät abgeschossen hat.

Herkunft der Drohne noch unklar

Es werde noch untersucht, ob es sich um eine syrische Drohne gehandelt habe oder um eine russische, die versehentlich in israelischen Luftraum eingedrungen sei, berichtete AP weiter. Die Nachrichtenagentur berief sich auf einen Informanten im Militär. Auch israelische Medien meldeten, dass eine Drohne abgeschossen worden sei. Sie zitierten Anwohner, die gesehen haben wollen, wie Raketen aufstiegen. Anschließend soll es eine Explosion gegeben haben. 

Der Vorfall folgte auf Vorwürfe der syrischen Regierung, dass Israel eine Militäreinrichtung in der Nähe des internationalen Flughafens von Damaskus angegriffen habe. Der Luftgalt möglicherweise der Schiitenmiliz Hisbollah, einem Verbündeten der syrischen Regierung. Der israelische Geheimdienstminister Israel Katz wollte das nicht kommentieren, sagte aber, dass jeder Angriff dieser Art im Einklang mit der etablierten Politik stünde, den Transfer von Waffen zu stören.

Israel sagt, es habe ein Recht, die Behörden in Damaskus daran zu hindern, Waffen über die Grenze an die libanesische Hisbollah-Miliz weiterzuleiten.

(ap/dpa/wer)
 
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