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Reaktion auf Sanktionen
Nordkorea kündigt Ausbau von Waffenprogramm an

Nordkorea kündigt Ausbau von Waffenprogramm an
Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un provoziert erneut mit der Ankündigung, sein Atomprogramm weiter zu intensivieren. FOTO: dpa, wie hjb
Seoul. Nach den jüngsten vom UN-Sicherheitsrat beschlossenen Sanktionen gegen Nordkorea hat das Land einen weiteren Ausbau seines Waffenprogramms angekündigt.

Pjöngjang werde seine "Bemühungen zur Ausweitung seiner Stärke für die Sicherung der Souveränität des Landes und seines Existenzrechts verdoppeln", teilte das nordkoreanische Außenministerium am Mittwoch laut der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA mit.

Die neuen Sanktionen verurteilte das Ministerium "auf das Schärfste". Diese kämen einer "vollständigen wirtschaftlichen Blockade" gleich, die von den USA ausgehe. Ziel sei es, den Staat und seine Bevölkerung zu "ersticken".

Das südkoreanische Wiedervereinigungsministerium bezeichnete die Erklärung des nordkoreanischen Außenministeriums als "zurückhaltendste Form der Reaktion Nordkoreas auf Resolutionen des UN-Sicherheitsrates".

Härteres Durchgreifen

Der UN-Sicherheitsrat hatte am Montag als Reaktion auf Nordkoreas jüngsten Atomwaffentest einstimmig ein weiteres Sanktionspaket gegen Pjöngjang beschlossen. Die Resolution war von den USA eingebracht worden, die zunächst aber deutlich härtere Maßnahmen verlangt hatten.

US-Präsident Donald Trump nannte die neuen Maßnahmen einen "sehr kleinen Schritt - keine große Sache". Die Sanktionen seien "nichts im Vergleich dazu, was letztlich passieren wird". Dennoch sei es "nett, ein 15-zu-0-Votum" im Sicherheitsrat bekommen zu haben.

Nordkorea hatte Anfang September seinen sechsten und bisher stärksten Atomwaffentest vorgenommen. Nach eigenen Angaben testete das Land eine Wasserstoffbombe. Japan hatte die Sprengkraft zunächst auf 160 Kilotonnen geschätzt, das wäre mehr als zehnmal so viel wie die US-Atombombe über Hiroshima.

Die US-Website 38 North bezifferte die Sprengkraft am Mittwoch indes auf rund 250 Kilotonnen, das wäre mehr als 16 Mal so viel wie die Hiroshima-Bombe.

(mro/AFP)
 
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