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Kampf gegen PKK
Türkische Armee tötet weitere 18 Kurdenrebellen

Türkei: Botschaft vom PKK-Chef an seine Anhänger
Türkei: Botschaft vom PKK-Chef an seine Anhänger FOTO: dpa, tb ase
Diyarbakir . Während laut Menschenrechtsaktivisten seit August bis zu 162 Zivilisten n dem Konflikt zwischen türkischen Regierungssoldaten und kurdischen Rebellen ums Leben gekommen sind, sind bei einer Großoffensive gegen die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) mindestens 18 Kurdenrebellen getötet worden.

Wie die Armee am Samstag mitteilte, wurden bei Gefechten in der Stadt Cizre nahe der Grenze zum Irak 16 Rebellen getötet. Zwei weitere starben demnach in Sur, einem umkämpften Stadtteil der Kurdenhochburg Diyarbakir. In Silopi wurden den Angaben zufolge 58 PKK-Kämpfer festgenommen, die sich als Bewohner ausgaben und aus der Stadt fliehen wollten.

Die Armee geht in den Kurdengebieten im Südosten des Landes seit Anfang Dezember mit aller Härte gegen Aktivisten vor. In mehreren Städten gelten Ausgangssperren, in manchen Gegenden herrschen kriegsähnliche Zustände. Nach Armeeangaben wurden in Cizre, Silopi und Sur insgesamt bereits mehr als 420 PKK-Kämpfer getötet.

Kurdische Aufständische hatten im Jahr 1984 im Südosten der Türkei einen Kampf um größere Autonomierechte begonnen. Der jahrzehntelange Konflikt der Regierung in Ankara mit der PKK war im Sommer wieder eskaliert, der vor drei Jahren eingeleitete Friedensprozess kam zum Erliegen. In dem Konflikt wurden in den vergangenen 30 Jahren etwa 45.000 Menschen getötet.

Seit August 162 tote Zivilisten

Der Kampf fordert auch zivile Opfer: Seit August sind nach Angaben einer türkischen Menschenrechtsgruppe bis zu 162 Zivilisten in dem Konflikt zwischen Regierungssoldaten und kurdischen Rebellen ums Leben gekommen. Darunter sind 32 Kinder, 29 Frauen und 24 ältere Menschen, wie die Menschenrechtsstiftung der Türkei am Samstagabend mitteilte. Sie seien in Bezirken getötet worden, in denen Behörden im Kampf gegen Extremisten mit Verbindungen zur kurdischen Arbeiterpartei PKK 24-stündige Ausgangssperren verhängt hätten.

Der Konflikt zwischen der Türkei und der PKK hatte sich im Juli fortgesetzt, wodurch ein zweijähriger Friedensprozess scheiterte.

(felt/AFP)
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