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Gerüchte um Gauck-Rückzug
Der neue Bundespräsident sollte Autorität und Anspruch in sich vereinen

Gerüchte um Gauck-Rückzug: Der neue Bundespräsident sollte Autorität und Anspruch in sich ver
Joachim Gauck steht wohl nicht für eine zweite Amtszeit als Bundespräsident zur Verfügung. FOTO: dpa, frg sab dna fux
Meinung | Berlin. Sollten sich die Hinweise bestätigen, dass Bundespräsident Joachim Gauck nach fünf Jahren im höchsten Staatsamt nicht erneut antreten will, ist das schlecht für Deutschland, aber wahrscheinlich gut für Gauck. Von Michael Bröcker

Der 76-jährige Präsident ist auf der Höhe seiner Popularität. Er hat mit klugen Worten für Verantwortung und Engagement in einer Bürgergesellschaft geworben, den rechten Hetzern die Stirn geboten und die Rolle Deutschlands in der Welt intellektuell unterfüttert. Besser kann es nicht werden, und jünger wird er auch nicht.

Nach den Missverständnissen Horst Köhler und Christian Wulff war der frühere Pastor ein Segen in aufgewühlten Zeiten. Ein Drama ist sein Rückzug aber nicht. Das Land ist als Demokratie gefestigt. 

Nun müssen die Parteien im Wahljahr eben versuchen, eine neue Persönlichkeit zu finden, die Autorität und Anspruch vereint. Norbert Lammert und Wolfgang Schäuble wären solche Persönlichkeiten. Frank-Walter Steinmeier aber auch. Ein bisschen Wahlkampf ums Amt kann jedenfalls nicht schaden.   

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