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Geheimdienst MAD
22 Islamisten in der Bundeswehr in zehn Jahren

Islamismus in der Bundeswehr: 22 Soldaten als Islamisten eingestuft
FOTO: dpa, pse fdt axs
Berlin. Auch in der Bundeswehr gibt es Islamisten. Das zeigt eine aktuelle Aufstellung des Geheimdienstes MAD. In den vergangenen zehn Jahren seien 22 aktive Soldaten als Islamisten eingestuft worden.

17 davon seien entlassen worden, die restlichen fünf hatten das Ende ihrer Dienstzeit ohnehin erreicht. So steht es in einer aktuellen Aufstellung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD), der der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vorliegt. 29 ehemalige Soldaten sind demnach nach Syrien und in den Irak ausgereist.

Zumindest einige davon sollen sich nach unbestätigten Hinweisen der Sicherheitsbehörden der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Derzeit befasst sich der MAD noch mit 65 Fällen aktiver Soldaten, bei denen der Verdacht islamistischer Bestrebungen besteht.

Der Geheimdienst MAD ist seit 2007 insgesamt 320 Islamismus-Verdachtsfällen nachgegangen. Sieben Prozent wurden schließlich als Extremisten eingestuft. Von den 17 gefeuerten Soldaten klagten 2 gegen ihre Entlassung. Beide scheiterten vor Gericht.

Vor einem Jahr veröffentlichte die Bundeswehr erstmals Zahlen zu den enttarnten Islamisten. Seitdem sind vier neue Fälle hinzugekommen. Auch die Zahl der nach Syrien und in den Irak ausgereisten Ex-Soldaten ist um vier gestiegen.

(hebu/dpa)
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