| 19.07 Uhr

Vorratsdatenspeicherung
FDP legt Verfassungsklage ein

Infos: Fragen und Antworten zur Vorratsdatenspeicherung
Infos: Fragen und Antworten zur Vorratsdatenspeicherung FOTO: dapd, Thomas Kienzle
Berlin. Die FDP klagt gegen die umstrittene Vorratsdatenspeicherung. Das Parteipräsidium beschloss, eine Verfassungsbeschwerde gegen das Gesetz zur Einführung einer Speicherpflicht für Kommunikationsdaten zu organisieren, wie die FDP in einer Erklärung mitteilte.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hatte die Klage kürzlich mit der Begründung angekündigt, die Vorratsdatenspeicherung verstoße gegen das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung. Die Gesellschaft müsse vor "unverhältnismäßigen Angriffen" verteidigt werden.

Das Mitte Oktober im Bundestag mit den Stimmen der großen Koalition beschlossene Gesetz sieht vor, dass Telekommunikationsunternehmen die Telefon- und Internetverbindungsdaten aller Bürger zehn Wochen lang speichern. Dazu gehören Rufnummern der beteiligten Anschlüsse, Zeitpunkt und Dauer der Anrufe sowie IP-Adressen von Computern.

E-Mails sind ausgenommen, ebenso die Inhalte der Kommunikation. Für Standortdaten, die bei Handy-Gesprächen anfallen, ist eine verkürzte Speicherfrist von vier Wochen vorgesehen.

(AFP)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Vorratsdatenspeicherung: FDP legt Verfassungsklage ein


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.