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Düsseldorf
Kraft gibt eidesstattliche Versicherung zu Silvester ab

Düsseldorf. Immer wieder wurde darüber spekuliert, wann Hannelore Kraft (SPD) von den Übergriffen auf Frauen in der Kölner Silvesternacht gewusst haben könnte - jetzt hat die Ministerpräsidentin eine eidesstattliche Erklärung abgegeben. Darin versichert sie, bis zum 4. Januar "keine persönlichen, telefonischen oder sonstigen Kontakte" zu ihren engen Beratern gehabt zu haben. Sie nennt den Chef der Staatskanzlei, Franz-Josef Lersch-Mense, ihren Regierungssprecher Thomas Breustedt, Amtschefin Anja Surmann, Innenminister Ralf Jäger sowie Innenstaatssekretär Bernhard Nebe. Diese fünf hochrangigen Mitarbeiter haben sich der eidesstattlichen Erklärung angeschlossen.

Kraft, die soeben von einer Norwegen-Reise zurückgekehrt ist, soll am 29. Juni vor dem Landtags-Untersuchungsausschuss "Silvesternacht" aussagen. Die Opposition hat stets Zweifel an der Darstellung der Landesregierung geäußert, dass die Dimension der Übergriffe erst nach und nach klargeworden sei und Kraft bis zum 4. Januar keine Informationen besessen habe. CDU und FDP witterten Vertuschung. Die Ministerpräsidentin sagte gestern unserer Redaktion: "Wir haben jetzt den Weg der Transparenz beschritten und alle wichtigen und relevanten Informationen einschließlich der eidesstattlichen Erklärung ins Internet gestellt."

(hüw/kib)
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