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Berlin
Massive Sicherheitslücke bei 100 Millionen Autoschlüsseln

Berlin. Weltweit könnten nach Erkenntnissen deutscher und britischer Forscher rund 100 Millionen Autos von gravierenden Sicherheitsmängeln betroffen sein. Grund seien unzureichend geschützte Funkfernbedienungen an Fahrzeugschlüsseln, heißt es in einer Untersuchung der Forscher, über die zuerst der Rechercheverbund von NDR, WDR und "Süddeutscher Zeitung" berichtete. Demnach seien vor allem Modelle von Volkswagen und den Tochterunternehmen Audi, Seat und Skoda betroffen. Bei nahezu allen Modellen seit dem Baujahr 1995 konnten die Forscher die Verschlüsselung beliebig knacken und reproduzieren.

Die Wissenschaftler nutzten eine Technik, mit der das Funksignal des Schlüssels etwa auf einem Parkplatz abgefangen und entziffert wurde. Weil Volkswagen nach Angaben der Forscher in den Schlüsseln insgesamt weniger als zehn Mastercodes verwendet hat, sei das System sehr anfällig und die Herstellung eines Universalschlüssels einfach.

Volkswagen teilte gestern mit, man sei mit den Wissenschaftlern im "konstruktiven Austausch" und betonte: "Ein Fahrzeugdiebstahl ist auf diesem Wege nicht möglich." Man könne das Auto zwar aufschließen aber nicht damit wegfahren. Zudem sei die "aktuelle Fahrzeuggeneration" von den Problemen nicht betroffen. Was daraus für Verbraucher folgt, blieb offen.

(jd)
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