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4:0 gegen Schwenningen
Müller beflügelt die Pinguine

Krefeld Pinguine: Marcel Müller beflügelt die Pinguine
Marcel Müller war gestern der gefeierte Held. Er erzielte im Spiel gegen Schwenningen drei der vier Krefelder Treffer. FOTO: Thomas Lammertz
Krefeld. Die Krefelder feiern beim glänzenden 4:0 gegen die Schwenninger Wild Wings ihren ersten Sieg im neuen Jahr. Die erste Sturmreihe ragt heraus. Erster Shut-out für Pätzold. Fans diskutieren über Gerangel um den Mietvertrag. Von H.-G. Schoofs

Im Kampf um einen Pre-Play-off-Platz feierten die Pinguine mit 4:0 gegen Schwenningen ihren ersten Sieg im neuen Jahr und entfachten bei den KEV-Fans einen Funken Hoffnung auf erfolgreichere Zeiten. Auch wenn die Wild Wings aus dem Schwarzwald etwas flügellahm aufs Eis liefen, schmälert das nicht die gute Leistung der Krefelder. Die kapitalen Fehler in der Abwehr blieben diesmal so gut wie aus, was sich auch in dem Shut-out von Torwart Dimitri Pätzold widerspiegelte. Dazu war die erste Sturmreihe kaum zu stoppen und erzielte alle vier Treffer. Torjäger Marcel Müller traf gleich drei Mal ins Schwarze. So schön der Sieg auch war, konnte der Rückstand auf Platz zehn nicht verringert werden, da Bremerhaven in Straubing gewann. Bereits am Donnerstag stehen die Pinguine erneut auf dem Eis. Dann geht es zum Derby nach Köln.

"Ohne Wild Wings ist hier gar nichts los", schallte es beim Auftaktbully aus dem dicht gefüllten Gäste-Block. 700 Fans der Schwenninger hatte sich bei ihrer Sambafahrt auf den Weg an den Niederrhein gemacht. Dagegen klafften auf der Nordtribüne große Lücken. Selbst viele treue Anhänger der Schwarz-Gelben haben die Saison nach den vier Niederlagen schon abgehakt.

Die Pinguine mussten ohne den verletzten Alex Trivellato auskommen. Dafür kehrte Christoph Gawlik ins Team zurück. Auch Daniel Pietta, der in Bremerhaven warum auch immer gefehlt hatte, durfte wieder mitspielen. Wie schon so häufig in dieser Saison begannen die Gastgeber druckvoll, brachten viele Scheiben zum Tor und gingen verdient früh in Führung. In Überzahl bediente Dragan Umicevic mit einem Zuckerzuspiel Torjäger Müller, der Torwart Wölfl keine Abwehrchance ließ. Die Gäste blieben bis zur Pause ziemlich harmlos. Lediglich bei einem Schuss von Herpich hatte Torwart Pätzold Glück, dass der Puck von seinem Schoner gegen den Pfosten prallte. Hektik kam auf dem Eis auf, als Müller und der Ex-Krefelder Sonnenburg die Fäuste fliegen ließen (14.).

Zu Beginn des Mitteldrittels drohte das Match zu kippen. Denn die Gäste gaben den Ton an. Aber diesmal ließen sich die Pinguine nicht wie zuletzt gegen Straubing vorführen. Sie überstanden bis zur zweiten Pause sogar drei Unterzahlspiele. Pech hatte Martin Ness, als er die gesamte Schwenninger Abwehr austanzte und sein Schuss nur knapp am langen Pfosten vorbei ging. Die Pinguine blieben am Drücker. Nach einem Schuss von Nick St. Pierre staubte Pietta am langen Pfosten zum 2:0 ab.

Die KEV-Fans waren sich in der zweiten Pause nicht sicher, ob ihre Mannschaft diesmal den Vorsprung ins Ziel bringen wird. Doch Müller räumte die Zweifel an dem so wichtigen Erfolg innerhalb von nur 50 Sekunden mit zwei Treffern eindrucksvoll aus. Damit war früh die Vorentscheidung gefallen. So sehr sich die Wild Wings auch bemühten, ihren Fans wenigstens noch den Ehrentreffer zu gönnen, fanden sie keine Mittel, Krefeld entscheidend unter Druck zu setzen. Selbst bei Strafen gegen Umicevic und Feser geriet der erste Shut-out von Torwart Pätzold im Trikot der Pinguine nicht in Gefahr. "Oh, wie ist das schön", schallte es von der Nordtribüne. Nach langer Zeit konnten die Fans wieder zufrieden den KöPa verlassen. Dennoch gingen sie erneut mit der Sorge um die Zukunft des DEL-Standortes nach Hause. Auf den Rängen wurde nach den Aussagen von Wolfgang Schulz in der RP vom Samstag heftig diskutiert. Der Aufsichtsratschef, der am Sonntag im Stadion war, betonte erneut, dass er bis zum 8. Februar Klarheit möchte. Ein Lizenzantrag ohne Mietvertrag komme für ihn nicht in Frage, auch wenn der Vertrag bei der DEL nachgereicht werden kann.

Quelle: RP
 
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