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Krefeld Pinguine
Pinguine mischen gegen Russen gut mit

Oberhausen. Drei Krefelder Spieler und Trainer Reemt Pyka vertraten über Ostern bei der Deutschen Eishockey-Nationalmannschaft die schwarz-gelben Farben. Oliver Mebus, Daniel Pietta und Martin Schymainski sollen heute mit nach Finnland fliegen. Von H.-G. Schoofs und Josef Hermanns

Es fehlte gestern nicht viel an einer großen Überraschung. Nach der 0:3-Niederlage am Ostersonntag im ersten Länderspiel gegen Russland war die Deutsche Eishockey-Nationalmannschaft im zweiten Match der Euro-Hockey-League gegen den 27-fachen Weltmeister in der Verlängerung dem Sieg nahe, mussten sich dann aber nach Penaltyschießen mit 2:3 (0:1, 0:1, 2:0; 0:0; 0:1) geschlagen geben.

Vor dem ersten Duell am Sonntag war die Arena bereits eine Stunde vor dem Spiel gut gefüllt. Als die Mannschaften das Eis zum Warm-Up betraten, fühlten sich die Russen wie bei einem Heimspiel, denn gut die Hälfte der Fans waren Anhänger der Auswahl von Trainer Oleg Znarok. Etwa 400 Fans der Krefeld Pinguine hatten sich auf den kurzen Weg ins Revier gemacht und wollten sich das Debüt von Reemt Pyka als Co-Trainer von Coach Pat Cortina sowie den Auftritt von Oliver Mebus, Martin Schymainski und Daniel Pietta im Nationaltrikot nicht entgehen lassen. Reichlich Prominenz war auch in der Halle. Die gesamte DEB-Spitze um Franz Reindl und Ernst Höfner sowie DEL-Geschäftsführer Gernot Tripke waren zugegen. Aus einer Loge verfolgte der neue 2. Vorsitzende des KFC Uerdingen und Sponsor der Düsseldorfer EG Mikhail Ponomarev an der Seite von Torwartlegende Andrej Trefilov das Geschehen auf dem Eis.

Die Pinguine stellten übrigens mit Oliver Mebus, der nach 35 Sekunden an der Seite des erfahrenen Justin Krueger (SC Bern) das Eis betrat, den längsten und mit Martin Schymainski den kleinsten Spieler im DEB-Aufgebot. Mebus stand in beiden Duellen regelmäßig auch in Über- und Unterzahl an der Seite von Krueger auf dem Eis. "Schimmi" bekam als 13. Stürmer nicht so viel Eiszeit. Gestern war er fast nur in Unterzahl zu sehen. Wie erwartet, lief Daniel Pietta als Center der ersten Reihe mit den Außenstürmern Patrick Reimer und Yasin Ehliz (beide Nürnberg) auf. Pietta, der in beiden Spielen das "A" auf dem Trikot trug und einer der beiden Assistenten von Kapitän Michael Wolf war, erhielt sehr viel Eiszeit und spielte mit seiner Reihe auch in fast jeder Überzahl. "Dafür, dass die meisten von uns über vier Wochen nicht gespielt haben, war es in Ordnung. Man kann auf diese Leistung aufbauen. Wir müssen aber dennoch an den Specialteams arbeiten", sagte Pietta am Sonntag.

Gestern lief es für den Krefelder Center und seinen Teamkollegen zunächst nicht viel besser: "Wir sind schwer ins Spiel gekommen. Das lag auch an den vielen Strafzeiten." Die Russen, deren Paradereihe vom ersten Spiel gestern nicht dabei war, führten nach zwei Dritteln nur mit 2:0, weil Torwart Aus den Birken einen Glanztag erwischte. Im Schlussdrittel hatten die Deutschen endlich was von ihrem zu großen Respekt abgelegt. Pietta bereitete den Anschlusstreffer von Ehliz vor und war auch beim Ausgleichstreffer auf dem Eis. In der Verlängerung vergab der Ex-Krefelder Marcel Noebels bei einer Großchance den Sieg. Im Penaltyschießen scheiterten alle drei deutschen Schützen am Torwart. Der Bundestrainer sagte zum Debüt von Mebus: "Ich habe Olli an die Seite von Justin gestellt, denn er kann ihm mit seiner Erfahrung helfen. Seine Leistung war in Ordnung, er muss sich noch an das schnellere Spiel auf internationalem Niveau gewöhnen." Die Gelegenheit dazu bekommt der Verteidiger wohl schon diese Woche. Denn Cortina wird das Krefelder Trio wahrscheinlich heute auch mit zu den beiden Länderspielen in Finnland nehmen. Pykas Aushilfsjob beim DEB ist dagegen zu Ende. "Die Woche hat unheimlich viel Spaß gemacht und mir viel gebracht", sagte er gestern nach dem Spiel.

Quelle: RP
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