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Krefeld Pinguine
Run auf die drei Knaller-Spiele

Krefeld Pinguine: Run auf die drei Knaller-Spiele
Am Sonntag konnten die Pinguine nach dem Spiel gegen Schwenningen endlich mal wieder mit ihren Fans einen Sieg feiern. Selbst auf der Nordtribüne, wo die meisten der ganz treuen Anhänger der Schwarz-Gelben das Team unterstützen, waren bei den vergangenen Heimspielen große Lücken zu erkennen. FOTO: samla
Krefeld. Im Dezember können die Krefelder auf steigende Zuschauerzahlen hoffen. Der kalkulierte Schnitt von 4500 Besuchern wurde bisher nicht erreicht. Alle Westvereine verbuchen einen Rückgang bei den Auswärtsfans. Von H.-G. Schoofs

Morgen ist Halbzeit im König-Palast, jedenfalls was die Heimspiele der Pinguine angeht. Das Duell gegen die Straubing Tigers ist das 13. von insgesamt 26 Punktspielen auf eigenem Eis. Ein Sieg gegen die Niederbayern kann die Halbzeitbilanz nur bedingt aufpolieren. Die Schwarz-Gelben belegen derzeit mit mageren zehn Punkten den letzten Platz der Heimtabelle. Das spiegelt sich zwangsläufig in den Zuschauerzahlen wider. Bisher kamen im Schnitt 4143 Fans pro Spiel. Das ist im Vergleich zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres (4520) ein Minus von 378 Besuchern.

"Der Dezember muss boomen", sagte Aufsichtsratschef Wolfgang Schulz am Sonntag während des Spiels gegen Schwenningen. Die Chancen dafür stehen nicht schlecht. Denn unter den fünf restlichen Heimspielen des Jahres befinden sich wahre Zuschauermagnete. Dazu zählt der morgige Gegner Straubing zwar nicht, doch nach dem Ende der langen Niederlagenserie winkt gegen den Tabellenletzten die Chance, erstmals in dieser Saison zwei Heimsiege in Folge feiern zu können. Danach ist Mannheim (So. 11.12.) zu Gast. Da die Adler mit 900 Fans anreisen wollen, wurde das Spiel auf 14 Uhr vorverlegt. Diesen Service bieten die Pinguine gerne an, denn der Zuschauerrückgang hat nicht nur sportliche Gründe. "Durch den neuen Fernsehvertrag reisen nicht mehr so viele Fans zu den Auswärtsspielen. Das haben wir zum Beispiel gegen Iserlohn deutlich gemerkt", sagt Karsten Krippner. Der Geschäftsführer trifft sich in regelmäßigen Abständen mit seinen Kollegen der anderen Westvereine: "Wir haben darüber gesprochen und machen uns jetzt Gedanken, wie wir die Fans motivieren können, ihre Mannschaft zu begleiten."

Für Krippner sind neben den TV-Liveübertragungen auch die beiden Dienstagsheimspiele gegen Augsburg und Berlin ein Grund für den Besucherrückgang. Ferner gab es bisher erst ein Derby (DEG) im KöPa. Davon gibt es in diesem Monat gleich zwei, und das an einem Freitag, der bei den Fans sehr beliebt ist. Am 16. Dezember gegen Düsseldorf und eine Woche darauf gegen Köln. Dazu treten die Pinguine am 2. Weihnachtstag gegen München mal wieder auf eigenem Eis an. Auch wenn diese drei "Knaller-Spiele" innerhalb von zehn Tagen stattfinden, ist der Run auf die Tickets groß. Für das Gastspiel gegen die Haie sind sogar schon die Logen ausverkauft.

Mit 4500 Zuschauern im Schnitt pro Heimspiel kalkulieren die Pinguine in dieser Saison. "Bei Halbzeit liegen wir unter Plan, ich hoffe, Ende Dezember darüber", sagt Krippner. Um neue Zuschauer zu gewinnen, plant der Geschäftsführer weitere Aktionen: "Von Freikarten halte ich gar nichts. Das wäre der Anfang vom Ende. Gegen Bremerhaven waren bei der Aktion Fußball trifft Eishockey vielleicht 1000 Zuschauer zum ersten Mal im Stadion. Das war für uns ein gutes Zusatzgeschäft. Der Durchschnitts-Eintrittspreis muss am Ende der Saison stimmen." Insgesamt würde man sich bei den Aktionen auf einem schmalen Grad bewegen: "Wir müssen an unsere Dauerkartenkunden denken. Die sind unser höchstes Gut. Sie genießen zwar auch Vorteile, dürfen aber nicht denken, dass nach einigen Aktionen mein Rabatt weg ist." Krippner will dieses Thema beim nächsten Fan-Hearing, das wahrscheinlich im Januar stattfinden soll, auf die Tagesordnung setzten.

Quelle: RP
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