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Formel 1
Rosberg vs. Hamilton – Showdown in Abu Dhabi

So wird Rosberg in Abu Dhabi Weltmeister
So wird Rosberg in Abu Dhabi Weltmeister
Abu Dhabi. Die Formel 1 erlebt ihren Schlussakt in Abu Dhabi. Ein letztes Mal heißt es 2016: Rosberg gegen Hamilton. Der Deutsche steht so dicht wie noch nie vor seiner erstmaligen Krönung zum Weltmeister. Sein britischer Rivale gibt sich nicht geschlagen.

An der Stätte seiner schmerzhaftesten Niederlage in der Formel 1 will Nico Rosberg den berauschendsten Triumph seiner Karriere feiern. 252 Tage nach dem Start in die Marathonsaison möchte sich der deutsche Mercedes-Pilot am Sonntag (14 Uhr MEZ/Live-Ticker) in Abu Dhabi erstmals zum Weltmeister krönen. Ungeachtet seiner Führung auf Stallrivale Lewis Hamilton will Rosberg aber auch im Saisonfinale auf dem Yas Marina Circuit auf Sieg fahren. "Es ist ein großartiges Gefühl, im dritten Jahr in Folge gegen Lewis um die Weltmeisterschaft zu kämpfen. Ich werde alles geben, um die Saison mit einem Sieg abzuschließen", versicherte Rosberg.

Der 31-Jährige hat im Kreis von Familie und Freunden für das ultimative Nervenduell Kraft geschöpft. Zwölf Punkte hat Rosberg in der Fahrerwertung Vorsprung auf Hamilton. Rast der gebürtige Wiesbadener auf's Podium, ist er völlig unabhängig vom Abschneiden seines Dauerrivalen der dritte deutsche Formel-1-Champion nach Michael Schumacher und Sebastian Vettel.

Der in diesem Jahr mental weiter gereifte Rosberg wird sich im Duell in der Dämmerung mit Hamilton aber keinen Spannungsabfall erlauben. "In diesem Sport ist nichts einfach, auch diesmal nicht. Ich muss erneut alles geben, um ein gutes Ergebnis einzufahren", kündigte der Sohn von Weltmeister Keke Rosberg an. Der sich nun final zuspitzende Zweikampf scheint ihn sogar nochmals zu beflügeln. "Je enger es wird, desto mehr freue ich mich darauf", meinte Rosberg.

Abu Dhabi ist jedoch für Rosberg kein unbelasteter Grand Prix. 2014 reiste er als Jäger von Hamilton mit WM-Chancen an. Nach einem Defekt an seinem Silberpfeil schleppte sich Rosberg gerade mal als 14. ins Ziel. Hamilton siegte und wurde zum zweiten Mal Weltmeister.

Geschichte soll sich aus Sicht des deutschen Vorjahressiegers nun nicht wiederholen. Hamilton hätte gegen diese Konstellation hingegen nichts. Den Coup hat der Brite längst nicht mehr in der eigenen Hand, ihn spornt diese Ausgangslage aber an.

"Es war keine perfekte Saison und es scheint an diesem Wochenende schier unmöglich zu sein, egal was ich tue", räumte der dreimalige Weltmeister aus Stevenage ein, der mit zuletzt drei Siegen nacheinander vielleicht zu spät in Topform gekommen ist. "Aber ich kann und werde nicht aufgeben. Man weiß nie, was passiert - egal, wie unmöglich es auch erscheinen mag."

Die Mercedes-Crew treibt indes das Reizwort Zuverlässigkeit um. Ein Finale wie vor zwei Jahren, als Rosbergs Silberpfeil stotterte, will sie unbedingt vermeiden. Ein Rennen wie in diesem Jahr in Malaysia, als Hamilton nach einem Motorschaden siegessicher rausflog, wäre eine Katastrophe. "Gemeinsam müssen wir nun noch eine letzte sehr wichtige Pflicht in dieser Saison erfüllen: Wir müssen Nico und Lewis die Basis geben, um ihren Kampf bis zur Zielflagge untereinander auszufechten. Beide waren außergewöhnlich und jeder von ihnen wäre ein würdiger Weltmeister", sagte Motorsportchef Toto Wolff.

Technikdirektor Paddy Lowe pflichtete dem Österreicher bei. "Unser Hauptziel ist es, dass die WM in einem fairen Kampf auf der Strecke entschieden wird", erklärte der Brite. Die Formel 1 soll nach der mit 21 Rennen längsten Saison ihrer Geschichte in einem packenden Schlussakt ihren Weltmeister 2016 finden. "Nach solch einem Marathon-Kampf kann der Sieger wahrlich von sich behaupten, dass er es verdient hat", stellte Wolff fest.

(dpa)
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