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Bayer Leverkusen
Schmidts Bekenntnis und Benders Rückkehr

Porträt: Das ist Lars Bender
Porträt: Das ist Lars Bender FOTO: AFP
Leverkusen. Der Kapitän steht nach überstandener Verletzung vor seinem Comeback, Charles Aránguiz vor seinem Debüt im Bayer-Trikot. Von Jim Decker und Stefanie Sandmeier

Immerhin 13 von 43 Pflichtspielen absolvierte Lars Bender in dieser Saison für Bayer 04 - bemerkenswert, wenn man bedenkt, dass der Kapitän seiner Mannschaft bereits seit Ende Oktober fehlt. Eine hartnäckige Sprunggelenksverletzung und ein Muskelfaserriss im Anschluss zwangen ihn lange zum Zuschauen. Jetzt drängt der defensive Mittelfeldspieler zurück in den Kader - und gegen den VfL Wolfsburg womöglich sogar sofort in die Startelf?

Roger Schmidt schloss das nicht aus: "Lars ist wieder in sehr gutem Zustand", betonte der Trainer. Bender habe im Training einen sehr guten Eindruck hinterlassen, habe jeden Zweikampf angenommen und seine gewohnte physische Stärke wiedererlangt. "Wir müssen jetzt schnellstmöglich versuchen, ihn auf Top-Niveau zu bringen. Das geht über Training, aber auch über Einsatzzeiten. Und die wird er sofort kriegen", kündigte Schmidt an.

Die Rückkehr des mit 26 Jahren bereits zu den älteren Profis im Kader gehörenden Bender dürfte die angespannte Personallage entspannen. "Wir können momentan sehr positiv auf das Saison-Finale blicken. Nächste Woche kommen vielleicht Ömer Toprak und Kevin Kampl zurück und in dieser Woche Lars und Charles Aránguiz. Deshalb war es wichtig, die beiden Spiele vor Länderspielpause zu gewinnen, damit wir in Schlagdistanz sind", ist der 49-Jährige überzeugt.

Eher keine Option für die Startelf, aber doch ein Kandidat für sein Debüt im Bayer-Trikot ist der Chilene Aránguiz, der wegen seines Achillessehnenrisses im August noch ohne Einsatzminute ist. "Er hat in den vergangenen Wochen hauptsächlich individuell trainiert und eine gute Reha bekommen. Seit zwei Wochen ist er wieder im Mannschaftstraining. Das reicht, um im Kader zu sein", sagte Schmidt und lobt: "Man sieht, dass er ein guter Fußballer ist und wieder Vertrauen in seinen Körper gewinnt."

Porträt: Charles Aranguiz: Bayer 04 Leverkusens neuer Vidal FOTO: ap

Zwei Schlüsselspieler kehren also vor den entscheidenden Partien im Saisonendspurt zurück und dürften dem Ziel, sich für einen der internationalen Wettbewerbe zu qualifizieren, weiteren Auftrieb geben. Schmidt jedenfalls wirkte euphorisch und voller Vorfreude auf die bevorstehenden Partien. "Wir haben uns eine Ausgangsposition geschaffen, die uns durchaus optimistisch in die Saison schauen lässt", entgegnete er und bekannte sich darüber hinaus - allen Wechselgerüchten zum Trotz - zu seinem Arbeitgeber. "Ich fühle mich sehr wohl bei Bayer Leverkusen und freue mich auf die nächsten Jahre", sagte Schmidt. "Ich habe vor einem Jahr meinen Vertrag mit einer ganz großen Überzeugung bis 2019 verlängert, weil ich mich hier am richtigen Fleck fühle."

Welche Rolle Chicharito heute Abend (20.30 Uhr) spielen kann, der erst gestern Morgen von seiner Länderspielreise zurückkehrte und sich erst einmal ausschlief, ließ Schmidt offen. Ohne schlechte Nachricht kam der Coach vor dem Duell mit dem "absoluten Mitkonkurrenten" Wolfsburg aber nicht aus. Offensivmann Robbie Kruse fällt nach den Länderspielen mit Australien mit einer Innenbanddehnung vorerst aus. Sport Seite

Quelle: RP
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