| 16.06 Uhr

Konkurrenz für Wendt bei Borussia
Nicht bestätigt, aber Poulsen könnte bald da sein

Das ist Max Eberl
Das ist Max Eberl FOTO: dpa, mb tba
Mönchengladbach. Oscar Wendt ist bei Borussia hinten links konkurrenzlos. Der "ewige" Schwede (32), der in der Hinrunde in allen 20 Pflichtspielen zur Startelf gehörte, könnte indes noch in dieser Wechselperiode einen Konkurrenten bekommen: den 18 Jahre alten Dänen Andreas Poulsen. Von Karsten Kellermann

Borussia bestätigt das Interesse an Poulsen nicht offiziell, doch sagte Sportdirektor Max Eberl unserer Redaktion mit Blick auf Verhandlungen mit eventuellen Kandidaten: "Man kann einen Spieler locken, indem man sagt: Das ist unsere Kaderpolitik, das ist die Position auf der du spielen wirst, da spielt zum Beispiel ein Oscar Wendt, da gibt es keinen gelernten Linksverteidiger als Backup. Da kannst du mit einem Arrivierten kämpfen, da ist kein Spieler in seinem Alter, mit dem du dich um den Kaderplatz balgen musst." Sätze, die auf Poulsen zutreffen.

Weil Mamadou Doucouré weiter auf unbestimmte Zeit fehlt und auch Fabian Johnson noch ausfällt, gibt es keine echte Alternative für Wendt. Dass Gladbach den Neuling daher gern sofort haben würde, liegt nahe. Poulsen wäre eine neue Option im Azubi-Status. Wenn er schon jetzt käme, könnte er das Team, die Liga, das neue Leben fern der Heimat kennenlernen und sich akklimatisieren, um dann zur neuen Saison voll da zu sein. Dass es aber auch schnell gehen kann mit der Bundesliga, zeigt aktuell das Beispiel Michael Cuisance.

Poulsen, so ist zu lesen, würde rund zwei Millionen Euro kosten, ein Vertrag bis 2022 ist im Gespräch. Er hat beim FC Midtjylland (drei Liga-Einsätze, einer im Pokal, eine Torvorlage) schon ein wenig Erstliga-Erfahrung gesammelt. Da er auch die anderen Positionen auf der linken Seite – im Mittelfeld, aber auch Linksaußen – spielen kann, bringt er die in Gladbach gern gesehene Polyvalenz mit. Poulsen würde auch eine Tradition fortsetzen. Er wäre der 18. Däne in Gladbachs Geschichte.

 
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