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Borussia Mönchengladbach
Seit 40 Jahren die Borussia im Herzen

Borussia Mönchengladbach: Seit 40 Jahren die Borussia im Herzen
Borussias Co-Trainer Manfred Stefes. FOTO: Dirk Päffgen
Mönchengladbach. In unserer Saisonvorschau erzählen besondere Personen über ihren Verein. Heute: Manfred Stefes. Der gebürtige Korschenbroicher ist Co-Trainer von Borussia Mönchengladbach.

Manfred Stefes begleitet Borussia Mönchengladbach schon sein Leben lang. Als Spieler erlebte er bittere Pokalpleiten, als Co-Trainer Abstiege und die Rückkehr ins internationale Geschäft.

Überblick: Borussias Gegner FK Sarajevo im Porträt FOTO: dpa, jkn mr

Ich war vier oder fünf Jahre alt, als mich mein Vater zum ersten Mal mit zum Bökelberg genommen hat. Wie jeder Junge in Mönchengladbach wollte ich für Borussia spielen. 1974 war es dann soweit - mit sechs Jahren trug ich zum ersten Mal das Trikot der Borussia. Mönchengladbach hatte damals eine große Mannschaft. Es war etwas Besonderes, für diesen Verein zu spielen. Ich durchlief alle Jugendmannschaften und schaffte 1989 den Sprung ins Profiteam.

Drei Jahre lang spielte ich in der Bundesliga. Trauriges Highlight dieser Zeit war das DFB-Pokalfinale 1992. Im Elfmeterschießen verloren wir gegen Hannover 96. Es sollte nicht der letzte schwierige Moment sein, den ich mit der Borussia erlebte. In Erinnerung ist mir da besonders die Saison in Liga zwei geblieben, nachdem wir 1999 zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte abgestiegen waren. Ich war in dieser Zeit Co-Trainer von Rainer Bonhof.

Borussia-Fans sorgen für Heimspiel-Atmosphäre in Homburg FOTO: Dirk Päffgen

In der zweiten Liga wollten wir mit Hans Meyer als neuen Trainer einen Neuanfang starten. Dafür hatten wir aber nur wenige finanzielle Mittel zur Verfügung. Doch Meyer gelang es, mit dem geringen Etat eine gute Mannschaft aufzubauen und nach zwei Spielzeiten in Liga zwei den Aufstieg zu schaffen. Besonders beeindruckt in dieser Zeit haben mich unsere treuen Fans. Sie haben - wie immer - ein gutes Gespür für die schwierige Situation bewiesen und sich mit viel Leidenschaft hinter uns gestellt.

Ein Riesenschritt für die Borussia war sicher auch 2004 der Umzug vom Bökelberg in den Borussia-Park. In der Geschäftsstelle am Bökelberg hatte es damals 17 Mitarbeiter gegeben. Als ich 2008 zur Borussia zurückkehrte und zum ersten Mal in die neuen Räumlichkeiten kam, brauchte ich fast eine Stunde, um mich allen Angestellten vorzustellen. Es hatte sich einiges verändert. Aber obwohl mehr Mitarbeiter beschäftigt waren als früher, traf ich auch viele bekannte Gesichter. Das ist für mich sehr außergewöhnlich: Obwohl das Fußballgeschäft oft schnelllebig ist, arbeite ich hier mit Menschen zusammen, die ich schon lange kenne, erst als Spieler, jetzt als Trainer.

In meiner Rolle als Co-Trainer bin ich auch Verbindungsglied zwischen dem Bundesliga-Team, der U23 und dem Jugendbereich. Der Ansatz, möglichst viele Eigengewächse im Bundesligateam zu haben, gehört zu unserer Philosophie. Der Verein begleitet mich jetzt schon seit fast 40 Jahren. Für mich ist es ein schönes Gefühl, zu der Entwicklung beizutragen.

Quelle: RP
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