1. Bundesliga 16/17
| 15.37 Uhr

Gehaltsexplosion im Fußball
Bundesliga-Klubs kratzen an der Milliarden-Grenze

Die Entwicklung der Gründungsmitglieder der Bundesliga
Die Entwicklung der Gründungsmitglieder der Bundesliga FOTO: dapd, APN
Frankfurt/Main. Die 18 Vereine der Fußball-Bundesliga lassen sich ihre Spieler immer mehr kosten - und ein Ende des Gehaltsanstiegs ist nicht in Sicht. Einer Analyse des Fachmagazins kicker zufolge gaben die Klubs im deutschen Fußball-Oberhaus für die Saison 2013/14 an Personalkosten fast 900 Millionen Euro aus.

Die Zahlen für die vergangene Saison wird die Deutsche Fußball Liga (DFL) in Kürze veröffentlichen, bereits für die laufende Spielzeit werden Kosten von mehr als einer Milliarde Euro prognostiziert. Zum Vergleich: In der Saison 1993/94 zahlten die deutschen Erstligisten ihren Akteuren insgesamt noch im Schnitt 5,401 Millionen Euro (10,563 Millionen Mark) an Grundgehältern, Einsatz- sowie Punktprämien. Mittlerweile sind es an Personalkosten durchschnittlich 49,99 Millionen Euro pro Verein.

Europaweit stiegen die Kosten in diesem Zeitraum um 664 Prozent von 1,5 Milliarden Euro auf 9,856 Milliarden Euro. Dies geht aus den Bilanzen von 596 Erstligavereinen aus den 54 Mitgliedsländern der Europäischen Fußball-Union (Uefa) hervor.

Auch wenn sich der jährliche Anstieg seit der Einführung des Financial Fair Play (FFP) reduzierte, stellen die Spielergehälter noch immer 60,3 Prozent der Vereinskosten dar.

(ems/sid)
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