| 18.36 Uhr

Attacke auf Polizisten
Briten verweigern PSG-Spieler die Einreise

Paris St. Germain: Briten verweigern Serge Aurier die Einreise
Im September wurde Serge Aurier wegen des Zwischenfalls von einem Gericht in Paris zu einer zweimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt. FOTO: afp
Paris. Wegen eines abgelehnten Visums muss der französische Fußballmeister Paris St. Germain am Mittwoch im Champions-League-Gastspiel beim FC Arsenal (20.45 Uhr/Live-Ticker) in London ohne Abwehrspieler Serge Aurier auskommen.

Dem 23 Jahre alten ivorischen Nationalspieler war die Einreise nach Großbritannien bereits am 21. Oktober gestattet worden, die Erlaubnis wurde durch das britische Innenministerium jedoch bereits am vergangenen Mittwoch zurückgezogen.

PSG strebte nach eigenen Angaben seither eine Lösung an, über die finale Entscheidung der Briten sei der Verein erst am Dienstag um 14.00 Uhr informiert worden.

Grund für die Verweigerung der Einreiseerlaubnis ist Auriers Attacke auf einen Polizisten, für die er Ende September von einem Gericht in Paris zu einer zweimonatigen Gefängnisstrafe verurteilt wurde. Aurier hatte die Vorwürfe bestritten und Berufung eingelegt.

Der Verteidiger war im Mai nach einem Ausflug in einem Pariser Nachtklub von der Polizei angehalten worden und sollte einen Alkoholtest durchführen. Danach gibt es unterschiedliche Versionen: Laut Polizeiangaben soll Aurier den Beamten mit dem Ellbogen gegen die Brust gestoßen haben. Er selbst legte Beschwerde gegen die Polizei ein und gab an, eine geplatzte Lippe sowie eine Schnittverletzung an der Augenbraue davongetragen zu haben.

Paris St. Germain reagierte am Dienstag äußerst pikiert. Man sei "fassungslos" angesichts der "unbegreiflichen Situation", die die Integrität der Champions League verletze. Dass der Verein erst am Dienstag über die Entscheidung informiert worden sei, offenbare einen "Mangel an Respekt".

(sid)
 
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