1. Bundesliga 17/18
| 15.11 Uhr

Schalke-Sportvorstand im Interview
Heldt: "Bei Sane bremsen - nur nicht auf dem Platz"

Joker Sane schießt Schalke zum Sieg
Joker Sane schießt Schalke zum Sieg FOTO: dpa, ahe nic
Nach dem 1:0-Erfolg am Samstagabend gegen den Hamburger SV zeigt sich Schalkes Sportvorstand Horst Heldt mit der Leistung seines Teams zufrieden. Den anwachsenden Hype um Youngster Leroy Sané will Heldt ausbremsen.

Herr Heldt, wie zufrieden sind Sie mit der Leistung Ihrer Mannschaft?

Horst Heldt: "Wir haben wenig bis gar nichts zugelassen. Ein Stück weit hat allein der Abschluss gefehlt. Das haben wir dann in der zweiten Halbzeit nachgeholt. Aber der HSV hatte nicht umsonst zehn Punkte auf dem Konto. Im Moment haben wir die Kombination aus harter Arbeit und dem Quäntchen Glück."

Jetzt kommen zwei Heimspiele. Ist das für den Verein die Möglichkeit, sich oben festzusetzen?

Heldt: "Am Donnerstag wollen wir in der Europa League gegen Tripolis den nächsten Dreier einfahren. Das erwartet jeder von uns. Dann haben wir Köln zu Hause. Wir haben von unseren sieben Ligaspielen fünf nicht ganz so schlecht gestaltet, das wollen wir bis zur Länderspielpause auch noch über die Bühne bringen."

Haben Sie sich gewundert, dass Klaas-Jan Huntelaar draußen gesessen hat?

Heldt: "Wir brauchen jeden Spieler und jeder erhält seine Möglichkeiten. Das predigt der Trainer und setzt es um. Jetzt ist Klaas-Jan wieder frisch, er wird seine Möglichkeiten bekommen. Franco Di Santo hat überragend gearbeitet. Sein Tor wird kommen. So wie er sich einsetzt, ist er für uns Gold wert."

Wie wollen Sie die Euphorie um Leroy Sane bremsen?

Heldt: "Er ist ein- und ausgewechselt worden, das ist Höchststrafe (lacht). Er hat das überragend gemacht. Ich fand die Vorarbeit von Leon Goretzka auch klasse. Wie er da durchgegangen ist und die Übersicht hatte. Und dann kommen die Qualitäten von Leroy zum Tragen. In der ersten Halbzeit hatte er aber auch eine Szene, in der er sich den Ball zu weit vorlegt. Daran sieht man, dass noch Entwicklungszeit braucht. Die kriegt er. Wir versuchen, da zu bremsen - nur nicht auf dem Platz."

Wie bewerten Sie die Leistung von Goretzka?

Heldt: "Ich schätze, dass Leon am meisten gelaufen ist. Er hat Zehner, Sechser, rechts gespielt. Er hat die Überzeugung und das Selbstvertrauen, seine Qualitäten auf den Platz zu bringen. Er spielt das sehr souverän, abgeklärt, fightet toll."

(sid)
 
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Horst Heldt: "Bei Leroy Sane bremsen - nur nicht auf dem Platz"


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.